Schongau – Spaziergang und Mittelalterfest

Kamel und Dromedar beim mittelalterlichen Fest Schongauer Sommer
Kamel und Dromedar beim mittelalterlichen Fest Schongauer Sommer

Schongau, ein nettes, mit einer Stadtmauer eingesäumten Städtchen auf einem sanften Hügel im schönen Oberbayern. Wir haben Glück. Der kurze Spaziergang (circa 45 min) rund um die Stadtmauer, den wir uns ausgesucht haben, ist gerade heute besonders interessant, da das mittelalterliche Flair des Städtchens heute von einem echten Mittelalter Fest, dem alljährlich stattfindenden „Schongauer Sommer“, noch verstärkt wird. Aber später mehr.

Jetzt spazieren wir erstmals rund um die Stadtmauer:

Wir beginnen unseren Stadtmauer-Spaziergang nahe dem Kasselturm nördlich vom Lechtor, einem der Eingangstore der Stadtmauer. Wie imposant das Tor mit seinen einst 3 Türmen vor 1704 gewesen sein muss, kann man hier am Kasselturm noch erahnen. Halbschattig führt der ebene Spazierweg von diesem Stadtmauerensemble im Uhrzeigersinn an der Ostseite der Stadtmauer entlang weiter zum „Alten Einlass“, der auch Polizeidienerturm genannt wird.

Schongau Maxtor - einst Hoftor des Schlosses Schongau, heute Landratsamt Weilheim-Schongau.
Schongau Maxtor - einst Hoftor des Schlosses Schongau, heute Landratsamt Weilheim-Schongau.

Nach der Besichtigung spazieren wir zum Frauentor, das im 17./18. Jahrhundert zu einem barocken Festungswerk ausgebaut wurde, gelangen zur St. Erasmuskirche mit dem Stadtmuseum und der seltenen mittelalterlichen Heizungsanlage und werfen einen Blick auf die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Vorbei am einstigen Herzoglichen Pflegschloss erreichen wir den Teil der Stadtmauer, der unserem Startpunkt genau gegenüberliegt und sehen bald die Fronfeste, die als Münzmeisterei, Stadtgefängnis und Sitz des Amtsgerichtes so einiges erlebt hat. Zwischen Grünflächen und Wohngebäuden führt uns der Stadtrundgang nun an der Friedhofskirche St. Sebastian vorbei in ein lichtes Stück Stadtwald, bevor wir wieder zum Lechtor zurückkehren.

Mit Blick auf die romanische Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt erreichen wir schließlich den Marienplatz und landen mitten in der Vergangenheit.
Somit schließt sich der Rund-Spazierweg und der Weg ist nun frei für einen Festbesuch.

Der Schongauer Sommer:

Altes Handwerk wie das Papier waschen, die Glasbläserei und das Schmiedwerk, historisches Gewand und mittelalterliche Klänge – im August versetzt das 11-tägige Mittelalterfest in Schongau seine Besucher zurück in längst vergangene Jahrhunderte. Vom Fakier über die Bauchtänzerin aus dem Orient bis hin zu fahrenden Gaukler und neckischen Narren ist allerlei lustiges Volk ins Oberbarische gereist.

Kamel in Bayern
Kamel in Bayern

Wir schlendern durch die Stände, da höre ich von hinten: „Bitte Platz machen!“ Ich denke mir nichts dabei, wahrscheinlich eine Pferdekutsche, wie man das oft auf solchen Festen sieht. Komisches Pferd. Huch, das hat ja einen Höcker und das nächste hat sogar zwei. Das gibt es ja nicht, da macht man einen Ausflug nach Deutschland und trifft ein Kamel und ein Dromedar. Cool!

Für die Kleinen eine Mords-Gaudi da drauf zu reiten, für uns beide ein interessanter Anblick.

Wir gönnen uns beim Backstube-Standl ein süßes Brot und schlendern weiter von Stand zu Stand, während die Gruppe Furunkulus, eine wahrlich mittelalterliche, Dudelsack spielende, Trommel schlagende und mit tiefer, mächtiger, rauer Stimme grölende Sänger Truppe, einen Song zum Besten gibt.

Oh Schreck, urplötzlich steht ein 2 Meter hoher Faun, auch Satyr genannt, vor uns. Scheinbar hat sich der griechische Gott Pan (halb Mensch, halb Ziege) hier herunter nach Schongau gewagt. Ein Markt zum Staunen und Erleben!

Rund um den Markt der Stadt Schongau sind allerlei Sehenswürdigkeiten versammelt, darunter zum Beispiel das Ballenhaus, ein aufwendig saniertes, spätgotisches Lagerhaus mit Satteldach und gleich daneben das einstige Magistratsgebäude, in dem heute die Schongauer Musikschule untergebracht ist. Der Hauptplatz von Schongau, der heute ganz im Mittelalter-Fieber versunken ist, wird von der Mariensäule und dem Marienbrunnen geziert, nur wenige Meter entfernt, gegenüber der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt, steht das imposante Rathaus mit seinen Bogengängen und schräg gegenüber befindet sich das Finanzamt, in dessen Sitz bereits vor hundert Jahren die Naturalabgaben für das Stift Rottenbuch verwahrt wurden.

Ein interessantes Fest und eine schöne Voralpenstadt, dieses Schongau. Und wenn man mal nach Füßen zu den Königsschlösser fahren möchte, dann kann man den Schongauer Sommer Markt, der in dem schönen oberbayrischen Städtchen jedes Jahr im August stattfindet, herrlich damit kombinieren.

Fotos Schongau und Schongauer Sommer

GPS Daten des Spazierganges rund um die Stadtmauer Schongau in Bayern

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