Über den Prissian Burgenweg nach Grissian zur St. Jakob Kirche

Das Burgendorf Prissian liegt auf 610 m ü. d. M. Der ideale Ausgangspunkt für eine gemütliche (Bugen-)Wanderung im Herbst.

Die Zwingenburg

Ausgehend von der St. Martin Kirche marschieren wir mit Blick auf die erste Burg, die Fahlburg, Richtung Ortszentrum, überqueren den Prissianerbach und biegen dann links zur Zwingenburg hinauf. Die Seitenstraße ist steil, dafür wenig befahren. So kommen wir etwas schnaufend aber ohne Autoabgase bis zur zweiten Burg, der Zwingenburg. Ein Wegweiser mit der Aufschrift „Schloss Holz – Staudach“ und „Mühlenweg“ weist uns an einen Schotterweg zu folgen.

So wandern wir in das Prissianer Tal bis zum Prissianer Bach hinein, überqueren denselben und marschieren dann Richtung Süden weiter. Nach einigen hundert Meter dann der Fehler. Wir biegen nicht rechts Richtung Staudach ab, sondern wandern aufgrund eines missverständlichen Wegweisers gerade aus bis zur Ruine Schloss Holz. Ein Fehler, weil bei der Ruine der Wanderpfad plötzlich endet.

Wir müssten zurück bis zur Abzweigung oder über den Larchwaldweg hinunter nach Prissian. Beides wollen wir nicht. Laut GPS führt nur 100 m weiter südlich der Pezzandlweg zur geplanten Rundwanderung hinauf. Doch eine Schlucht versperrt den Weg. Wir entscheiden uns, es querfeldein hinauf durch das Fichtental, bis zum Wanderweg Nr. 7, zu versuchen. Umkehren können wir immer noch.

Grün

Ein für Ungeschulte kaum, aber für mich als Nachwuchs des höchst gelegenen Berghofs von Tramin, doch gut erkennbarer Reh- oder Jägersteig führt uns trotz Annas Weinen, sicher bis zu einer Waldhütte und dann bis zum Wanderweg Nr. 7 hinauf.

Anna hat blöderweise das Querfeldein-Gen nicht vom Tati geerbt. Sobald sich nur ein Hauch eines Anzeichens bemerkbar macht, dass wir eventuell nicht auf dem geplanten Weg sind – egal ob zu Fuß oder mit dem Auto – löst das bei ihr Ängste aus. Da hilft es auch nicht ihr zu erklären, dass der Tati, mit dem GPS in der Tasche, jedem Indianer Paroli bieten könnte und sie sich darum keine Sorgen machen müsse, das wir uns im dunklen Wald verirren.

Der Wanderweg Nr. 7 entpuppt sich als Straße. Das ist ideal, denn so verfliegen die Sorgen von Anna fast augenblicklich und wir können gemütlich – wie geplant – unterhalb der Schmiedwiese Richtung St. Jakob Kirchlein nach Grissian weiter wandern.

Hunger macht sich bei den Kleinen bemerkbar. Wir Erwachsene merken das am Raunzen. Durchhalten Kinder, durchhalten!

Das St. Jakob Kirchlein

Um 12.20 Uhr sitzen wir trotz Exkurs vor dem malerischen Kirchlein und packen die Rucksäcke aus. Brot, Speck, Käse und Tomaten. Die Kinderwelt ist wieder in Ordnung.

Am Berghang sehen wir einen Wandersteige. Das muss der ehemalige Pilgerweg sein, der von Eppan nach Obersirmian und Grissian geführt hat. Heute ist der Pfad ein Wanderweg und Teil des Südtiroler Jakobsweges.

Hinter der Kirche fällt das Gelände sehr steil zum Grissianer Bach ab. Die Kinder müssen angewiesen werden nicht auf die Ringmauer zu steigen.

360° Grissian
360° Grissian

Die St. Jakob Kirche ist natürlich dem Heiligen Jakobus geweiht. Sie ist offen, kann besichtigt werden. Fresken zieren die Bergkirche. Genau wie unsere Traminer St. Jakobskirche mit ihren einmaligen Fresken, schmücken auch dieses Kirchlein Fresken, die zu den bedeutendsten romanischen Werken in Südtirol zählen.

Nach der Mittagpause geht es weiter, hinunter nach Grissian.

Über Grissian hinunter nach Prissian

Der zerstreute Weiler Grissian

Der zerstreute Weiler Grissian bieten Kastanienbäumen einen optimalen Untergrund. Immer wieder kommen wir an vereinzelten Edelkastanienriesen, aber auch an Kastanienhainen mit Jungbäumen, vorbei. Ich muss den Kindern erklären, dass die Kastanien nicht Allgemeingut sind, sondern gleich wie bei uns die Äpfel, einem Bauern gehören und darum nicht mitgenommen werden dürfen.

Die imposante Höhenburg Wehrburg blickt uns entgegen. Der Prissianer Burgenrundwanderweg führt uns nun direkt an der Pforte vorbei. Die Burg ist heute ein Schlosshotel. Urlauber können in der Burg nächtigen. Wahrscheinlich nicht wie damals Ritter und Burgfräulein, eher wie damals Herzog und Könige.

Wir wandern entlang eines Weinberges hinunter zur Tisener Straße, überqueren dieselbe und marschieren dann auf einem Güterweg, teilweise entlang von Apfelbäumen, Schloss Katzenzungen entgegen.

Schloss Katzenzungen

Der markante Kranz aus Pechnasen verleiht dem Schloss ein ganz besonderes Aussehen. Ein roter Teppich führt über die Schlossbrücke zum Eingangstor. Darunter befindet sich die Versoaln-Rebe, einer der ältesten Rebstöcke der Welt. Theoretisch würde ein Wanderweg da durchführen, der ist aber heute gesperrt. Wahrscheinlich, weil es Herbst ist und Trauben an der Rebe hängen. Da aus den Trauben der Versoaln Rebe, aufgrund ihrer einzigartigen Genetik, ein ganz besonder Weißwein erzeugt wird, ist das mehr als verständlich.

Wir beenden nun die Burgenrundwanderung und machen uns auf zur Tierwelt Rainguthof. Hannes hat nämlich Geburtstag und sein Wunsch ist in Gfrill neben der Tierwelt Rainguthof die Dinosaurier Ausstellung zu besuchen.

GPS-Track Prissianer Burgen Rundwanderweg

Der korrekte Weg, ohne Querfeldeinpassage!

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Fotos Prissian, Grissian

Fotos Dinosaurier Ausstellung und Tierwelt Rainguthof

 

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