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Kalterer See, Kalterersee, Lochweg Ausblick, Termeno, Tramin

Wanderung von Tramin nach Penon über den Grauner Lochweg

Von Tramin nach Penon wollen wir. Ostern bei Oma feiern. Mit dem Auto wären das entspannte zehn Minuten – fast schon langweilig. Erst noch schnell in Tramin Sport machen und dann mit dem Auto nach Penon? Nachhaltig ist anders.

Also gut: Wir gehen zu Fuß rauf ins Bergdorf. Sind ja nur 8 km und 600 Höhenmeter. Lächerlich.

„Gel Anna?“

Aufstieg über den Kastelazweg und den Grauner Lochweg

Unten im Tal, im Südtiroler Unterland, stehen die Apfelbäume in Vollblüte, während wir den Kastelazweg Richtung Kurtatsch hinausmarschieren. Ein Tag, der wettertechnisch seinesgleichen sucht.

Am höchsten Punkt des Kastelazweges steht eine große Buche. Sie treibt gerade frische Blätter und blüht. Der perfekte Fotorahmen für ein Panoramabild des Weindorfes Tramin, mit dem Kalterer See im Hintergrund. Zwei, drei Stromleitungen stören zwar, aber das ist mittlerweile digital schneller weggezaubert als früher mit Geduld und Fluchen. Zwei, drei Klicks – und der Makel ist behoben. In der leisen Hoffnung, dass man ihn irgendwann auch in der Natur verschwinden lässt. Die eine oder andere Leitung hat man dankenswerterweise in unserer Gegend schon vom Himmel in die „Hölle“ verbannt – sprich: von der Luft in die Erde.

Die frischen Buchenblätter im Vordergrund haben es mir angetan. Sie bilden den perfekten Bilderrahmen – ganz ohne Photoshop.

Ausblick auf Tramin und auf den Kalterer See vom Aussichtspunkt „Kastelazweg”
Ausblick auf Tramin und auf den Kalterer See vom Aussichtspunkt „Kastelazweg”

Buchenblätter. Ach, da fällt mir ein: Der Nen hat gesagt, junge, frische Buchenblätter kann man essen. Ich erinnere mich sogar, dass ich das ein oder andere Mal eines gekostet habe. An den Geschmack erinnere ich mich nicht mehr. Wird Zeit, ihn aufzufrischen.

Vielleicht sollte ich nächstes Mal bei unserer Mittagsrunde ein paar frische Blätter pflücken, um sie meiner täglichen Portion Salat beizumischen. Muss ich mir merken.

Wir biegen nun beim Wasserbrunnen rechts ab und steigen den Grauner Lochweg hinauf. Anna wollte das so. Lieber die Grauner Wände über den Grauner Lochweg als über die Turmhöhe bezwingen. Der Grund liegt auf der Hand: Über die Turmhöhe – so nennen wir Traminer den 6er-Steig, der vom Spechtenhaus hinauf auf den Zoggler führt – ist es deutlich steiler und für Penon sogar länger.

So marschieren wir gemütlich, den herrlichen Frühlingswald genießend, durch das Grauner Loch hinauf. Die letzten deftigen Höhenmeter sind dabei die interessantesten. Der Steig führt hier ganz nah an der Grauner Wand entlang und zum Schluss sogar durch eine nur drei bis vier Meter breite Felsspalte empor.

Aussichtspunkt Grauner Wand mit Kalterer See Blick

Oben wartet der herrliche Panoramablick auf unser Heimatdorf Tramin und den glitzernden Kalterer See. Voriges Jahr hat man hier etwas ausgeholzt – die Bank ermöglicht dem rastsuchenden Wanderer nun nicht nur eine kurze Verschnaufpause, sondern auch einen Ausblick par excellence.

Ausblick hinunter nach Tramin und auf den Kalterer See vom Aussichtspunkt „Grauner Lochweg”.
Ausblick hinunter nach Tramin und auf den Kalterer See vom Aussichtspunkt „Grauner Lochweg”.

Die Apfelplantagen unten im Tal sind heute weiß. Es blüht überall. Das frische Grün des Bannwaldes oberhalb des Dorfes und das Blau des Sees und der Berge im Hintergrund malen ein buntes Frühlingsbild. Aus ist es mit dem Grau der vorigen Monate. Willkommen, Wandersaison!

Wir halten uns gut 20 Minuten auf und schlendern anschließend nicht hinauf ins Dörfchen Graun, sondern biegen wenige Schritte nach dem Lochweg-Aussichtspunkt links auf den Panoramaweg Graun ab. Ich verstehe nicht ganz, warum er hier nicht beschildert ist. Egal – wir Einheimische wissen natürlich, wo es langgeht, und so wandern wir gemütlich den Sitzkofelweg zum gleichnamigen Aussichtsfelsen entlang.

Ehrlich gesagt verlassen wir ihn, um direkt an der Abbruchkante der Grauner Wände entlang zu marschieren. Da man dabei aber teilweise querfeldein muss, trage ich unten im Track den offiziellen, nicht minder schönen Wanderweg ein. Auch er führt direkt zum Sitzkofel.

Sitzkofel Aussichtspunkt

Am Sitzkofel – wie gesagt, ein luftiger Aussichtspunkt – hat man voriges Jahr passenderweise eine überdimensionierte Sitzbank aufgestellt.

So dürfen meine beiden Mädels gemütlich sitzen, während ich Vogelperspektiven-Aufnahmen von Kurtatsch und dem äußersten Süden Südtirols anfertige – sprich: von Entiklar über Margreid bis nach Salurn. Ein herrlicher Ausblick.

Auf der überdimensionierten Bank am Sitzkofel über Kurtatsch
Auf der überdimensionierten Bank am Sitzkofel über Kurtatsch

Auch unser Ziel, das Bergdörfchen Penon, ist von hier aus gut sichtbar. Schaut gefühlt weit aus, aber wir wissen: Ganz so weit ist es dann doch nicht.

Vom Sitzkofel aus wandern wir nun fast hinüber zum alten Grauner Weg. Huch – was sehe ich da zu meiner Linken? Da steht ein Schild mit der Bezeichnung „Bergsteig“. Das kann ja nicht sein. Seit wann gibt’s den denn bitte? Warum habe ich diesen Steig noch nie gesehen?

„Mir gehn do oi!“, gebe ich das Kommando.
„Na, na, na!“, schreit die ängstlichste Ehefrau von allen.
„Ja, jo, jo!“, schreit Anna.

Penon über den Bergsteig und Hofstatt

Und weil ich mit Anna in der Mehrzahl bin – nein, stimmt nicht, das hat noch nie geholfen – vielleicht eher, weil heute Ostersonntag ist, geht es nun den steilen Bergsteig hinunter. Nicht ganz so einvernehmlich wie erhofft und darum mit weniger Fotopausen als von mir gewünscht.

Dabei hätte sich der Steig links des alten Grauner Weges durchaus angeboten: Er liefert nämlich, im Unterschied zum Weg, herrliche Ausblicke auf Margreid und Penon. Aber gut – wir kommen trotzdem bis knapp unterhalb des Klettergartens Marderplatte.

Blick vom Bergsteig hinüber nach Penon und hinunter nach Margreid
Blick vom Bergsteig hinüber nach Penon und hinunter nach Margreid

Die paar verlorenen Höhenmeter sind schnell wieder wettgemacht, und so wandern wir unterhalb eines im Seil hängenden Kletterers weiter, hinunter zum Kurtatscher Bach, überqueren ihn und landen schließlich mitten in den Weinbergen der Kurtatscher Fraktion Hofstatt.

Vorbei am Buschenschank Sandhof, dann links abgebogen geht es nun auf Asphalt – dafür mit extrem wenig Verkehr – bis ins Zentrum von Penon und weiter nach Hinterpenon zur Oma, Ostern feiern.

Obwohl wir auf Schusters Rappen unterwegs sind, sind wir schneller vor Ort als Schwager und Schwägerin. Auch nicht schlecht.

Zeitsprung.

Rückweg über Traminer Höhenweg und Höllental

Zurück nach Tramin ist eigentlich mit dem Shuttlebus geplant. Die beiden Mädels haben ihre Busabos mit. Ich bin zwar abolos, aber die paar Euro kann ich mir leisten.

Der Shuttle, der von Penon aus startet, fährt jedoch nicht direkt nach Kurtatsch und dann nach Tramin hinunter, sondern zuerst nach Graun. Da entscheiden wir uns kurzfristig um. Wir steigen in Graun aus und machen uns zu Fuß auf den Heimweg. Ein bisschen die Abwärtswandermuskulatur stärken kann ja nicht schaden.

Vorbei am sonnigen Lenzenhof, mit einem schnellen Blick hinunter nach Tramin, geht es auf dem Traminer Höhenweg bis zum alten Zogglerhof und weiter zur Zogglerwiese. Hier setzen wir uns kurz auf die Bank von der man aus hinunter nach Söll blicken kann.

Blick von der Zogglerwiese hinunter nach Söll und zum Kalterer See
Blick von der Zogglerwiese hinunter nach Söll und zum Kalterer See

Weiter geht es über den 4er-Steig in den Höllentalbach hinunter. Ein Sprung – und wir sind drüber.

Noch wenige Dutzend Meter, dann treffen wir auf Asphalt und marschieren weiter Richtung Tramin. Und unser Haus, der Mandlhof, ist schon zum Greifen nah. Unter den „Drei Häusern“ will Anna noch schnell ein Tulpenfoto – und dann sind das Schloss Rechtenthal und der UaB Mandlhof erreicht.

Wanderkarte und GPS Download Wanderung Tramin Penon

Track inklusive Busfahrt von Penon nach Graun

Akt. Position: -km, -m
↓ download GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)

Eckdaten der Tour

Wanderung von Tramin nach Penon über den Grauner Lochweg

  • Dauer: 5:55 h
  • Distanz: 17,3 km
  • Bergauf: 849 m
  • Bergab: 843 m
Um welche Art von Tour handelt es sich?
Es handelt sich um eine Tour der Kategorie Frühjahrswanderungen, Wandern
In welcher Region befindet sich die Tour?
Die Tour befindet sich in der Region Etschtal
Um welche Bergkategorie handelt es sich? Auf welcher Höhe liegt die Tour?
Es handelt sich hierbei um einen Berg der 0er Kategorie. Der tiefste Punkt der Tour liegt auf 339 m über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt der Tour liegt auf 862 m über dem Meeresspiegel.
Wie lang ist die Strecke?
Die Tour ist 17,3 km lang.
Wie streng ist der Aufstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Es sind 8,6 Kilometer und 849 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 11,3 %.
Wie anspruchsvoll ist der Abstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Im Abstieg sind 8,5 Kilometer und 843 Höhenmeter zu bewältigen. Das entspricht einem durchschnittlichen Gefälle von 11,4 %.
Wie viel Zeit werde ich für die Tour brauchen?
Ein durchschnittlicher Wanderer benötigt für die reine Gehzeit ca. 6:40 Stunden, ein geübter Wanderer ca. 5:55 Stunden.
Dieser Wert kann individuell stark variieren. Siehe Gehzeitrechner.
Wie viele Kalorien werden bei der Tour verbrannt?
Bei der Wanderung werden ca. 2.124 kcal verbrannt.
Es ist zu beachten, dass die Berechnung des Kalorienverbrauchs auf Faustformeln und allerlei Annahmen beruht, z.B. Gewicht=75 kg, Kalorienverbrauchsvorgaben für Aufstieg, Abstieg, flach usw. und daher nur eine Schätzung und keine exakte Angabe liefert. Wenn du deinen Kalorienverbrauch selbst berechnen möchtest, dann schau dir diesen Kalorienrechner an.
Gibt es interessante Wegpunkte?

Ja, es gibt interessante Wegpunkte. Hier ist eine Liste:

  • Aussicht LochwegHöhe: 691 m ü. d. M.GPS: 46.326277, 11.226397
  • Aussicht SitzkofelHöhe: 724 m ü. d. M.GPS: 46.319046, 11.218758Aussichtspunkt
  • Caroline (Gasthaus)Höhe: 841 m ü. d. M.GPS: 46.326342, 11.217299Caroline (Gasthaus) 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Gasthof Goldener Adler (Hotel)Höhe: 798 m ü. d. M.GPS: 46.322587, 11.215904Gasthof Goldener Adler (Hotel) 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Gasthof Himmelspforte - Trattoria An Der Himmelspfort (Café)Höhe: 557 m ü. d. M.GPS: 46.305592, 11.202815Gasthof Himmelspforte - Trattoria An Der Himmelspfort (Café) Sankt-Nikolaus-Straße - Via San Nicolo 3 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Graun Klabern (Bushaltestelle)Höhe: 858 m ü. d. M.GPS: 46.331964, 11.223156
  • Hofstatt (Wohngebiet)Höhe: 613 m ü. d. M.GPS: 46.313982, 11.205196
  • Kirche, AnbetungsortHöhe: 586 m ü. d. M.GPS: 46.303554, 11.201098Kirche, Anbetungsort 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Klettergarten MarderplatteHöhe: 656 m ü. d. M.GPS: 46.317266, 11.212000
  • Lenzenhof (buschenschank, Restaurant)Höhe: 854 m ü. d. M.GPS: 46.333680, 11.224573Lenzenhof (buschenschank, Restaurant) 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Mandlhof (Gasthaus)Höhe: 343 m ü. d. M.GPS: 46.346447, 11.238477Mandlhof (Gasthaus) Mühlgasse - Via Molini 58 39040, Tramin an der Weinstraße - Termeno sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Penon - PenoneHöhe: 594 m ü. d. M.GPS: 46.303167, 11.200926
  • Penon - Penone (Bushaltestelle)Höhe: 590 m ü. d. M.GPS: 46.303511, 11.200776Penon - Penone (Bushaltestelle) 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Santlhof (Restaurant)Höhe: 591 m ü. d. M.GPS: 46.313746, 11.206999Santlhof (Restaurant) Maso - Hofstatt 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA
  • Schule - Scuola (Bushaltestelle)Höhe: 800 m ü. d. M.GPS: 46.322651, 11.215646Schule - Scuola (Bushaltestelle) 39040, Kurtatsch an der Weinstraße - Cortaccia sulla Strada del Vino, Bolzano - Bozen, ITA

Fotos der Wanderung Tramin Penon Grauner Loch

 

 

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