Wanderung von der Mendel zum Penegal

Pferde auf den Lärchenwiesen am Penegal
Pferde auf den Lärchenwiesen am Penegal

Sonntagvormittag. Wetteraussichten: grau. Wolkenanzahl: jede Menge. Sich davon von einer Wanderung abhalten lassen? Auf keinen Fall! Und weil es nicht zu weit sein soll und wir zudem verabredet sind, starten wir also mit dem Auto zum Mendelpass. Doch was ist das? Einfach mal eben Auto abstellen und los? Fehlanzeige! Das Bikertreffen an der Mendel hatten wir freilich ganz vergessen. Überall dort, wo keine Markstände stehen, ist jeder Zoll Platz jetzt um 11.30 Uhr natürlich schon belegt.

Nach einigen Minuten Suche werden wir entlang der Straße in Richtung Skigebiet am Roen schließlich doch noch fündig. Nun aber schnell, bevor unsere Begleiter, die mit der Mendelbahn von St. Anton hinauf gekommen sind, noch in der Bar Wurzeln schlagen müssen.

Endlich zu viert, wenden wir uns am Ende des Parkplatzes der Standseilbahn nach rechts, überqueren die Passstraße und steigen schließlich – genau gegenüber dem inzwischen leider geschlossenen Hotel Kalterer Hof – in den Wanderweg zum Penegal ein.

Das Picknick im Rucksack, die Kamera gezückt spazieren wir den Weg entlang durch lichten Wald bis zum Abzweig Franz-Ferdinands-Höhe. Auf den Spuren von Kaiserin Sissi und ihrem Gefolge geht es von nun an stetig steigend, über Wurzeln und kleine, natürliche Steintreppen den Steig Nr. 500 (ehemals Nr. 512) hinauf. Es geht gut voran, obwohl wir gemeinsam mit dem jüngsten Teilnehmer unserer heutigen Wanderung, die ein oder andere Waldameise, den ein oder anderen Schmetterling und die vielen Blumen am Wegesrand recht intensiv betrachten.

Der abwechslungsreiche Waldweg führt teilweise genau am (nicht gesicherten) Abhang entlang. Zwei, drei Blicke auf den Kalterer See und später auch auf die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen erhaschen wir. Sonst verwehren uns leider die Wolken den Blick ins Etschtal. Durch Tiergatter wandern wir so Schritt für Schritt dem Lärchenwald am Penegal entgegen. Zweimal kreuzen wir dabei die Serpentinenstraße, die zum neu eröffneten Hotel Penegal (früher Hotel Serafino) hinauf führt.

Vor allem der letzte Abschnitt des Weges 500 vor dem Aussichtspunkt auf dem Penegal ist wirklich wunderschön. Der nun wieder ziemlich breite Wanderweg schlängelt sich unter zartgrünen Lärchen über saftige Wiesen, die mit Ameisenhügeln übersät sind. Glockengeläut lässt uns aufhorchen. Aufgeregt halten Groß und Klein Ausschau nach der Kuh-Herde, die sich hier irgendwo verstecken muss. Doch da wartet eine Überraschung auf uns. Es sind keine Kuhglocken, die wir da gehört haben, nein, hinter der nächsten Biegung stoppen wir unseren Wanderschritt vor dem schönen Bild, das sich uns bietet:

Zwischen den Lärchen grasen in aller Seelenruhe fünf gut gepflegte Rösser. Es ist ein majestätisches Bild, wie diese schönen Tiere da – völlig ungerührt von uns Menschen – in den Wiesen stehen. Eines von ihnen trägt die Glocke, die uns angelockt hat.

Inzwischen haben sich auch die kleinen blauen Himmelsfetzen, die sich bis jetzt ab und an hervorgetraut haben, ganz hinter der dunklen Decke versteckt. Deshalb beenden wir unser Staunen recht rasch und schauen, dass wir die Aussichtsterrasse neben dem Hotel erreichen. Ein letztes Gatter schließen und immer der Nase nach. Wenige Meter von der Weide der Pferde erreichen wir das Hotel und das daneben liegende Ziegengehege. Drollig anzuschauen ist vor allem der noch ganz winzige Nachwuchs. Zwei kleine schwarze Zicklein wagen hier gerade ihre ersten Gehversuche.

Nun aber erst mal auf zum Picknick. Immerhin wollen wir die Tomaten und Gurken, die Brote, die Pfirsiche und natürlich die Kekse nicht wieder mit hinunter tragen.

Im Sitzen merken wir es schnell: Einen allzu langen Aufenthalt können wir uns nicht leisten, wenn wir nicht pitschnass auf dem Mendelpass ankommen möchten. Also Mahlzeit und auf geht’s wieder.

Bei Abstieg teilt sich unsere kleine Wandergruppe zwischen dem Waldsteig und der Straße auf. Ziemlich zügig geht’s auf beiden Wegen bergab. Pünktlich mit den ersten Regentropfen erreichen wir den Pass. Ein kleiner Bummel entlang der Marktstände und durch die gut ausgestatteten Sportgeschäfte geht sich aber noch aus, bevor wir – die einen mit der Mendelbahn hinab nach Kaltern, die anderen mit dem Auto hinüber nach Ronzone – den Heimweg antreten.

Höhenmeter im Auf- und Abstieg: je 374 m
Wegnummer: 500

Fotos von der Wanderung Mendelpass-Penegal

 

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