Waalweg Schenna – Spaziergang,Wanderung über Schenna und Verdins – Shopping in der Kurstadt Meran

Meran, Dorf Tirol, Schenna, Verdins gelten als Hochburgen des Tourismus in Südtirol. Urlaubssuchende finden im Meraner Land südliches Flair gepaart mit einer wunderschönen Südtiroler Landschaft.

Da wir beide, heute am Ostersamstag, keine Lust auf Schnee haben, sondern lieber die warme Frühlingssonne genießen wollen, beschließen wir den Waalweg in Schenna oberhalb der Kurstadt Meran zu bewandern.

Waalweg in Schenna
Waalweg in Schenna

Schenna liegt gleich wie Dorf Tirol etwas über Meran auf circa 600 Meter über dem Meeresspiegel. Die beiden Urlaubsdörfer bilden das Eingangstor zum urigen Passiertal. Dorf Tirol links und Schenna gefolgt von Verdins rechts des Tales.

Wer hier Urlaub machen möchte ist bestens aufgehoben. Schenna, Dorf Tirol und Meran bieten eine extrem hohe Dichte an 4 Sterne Hotels, ich glaube sogar eine der höchsten in Europa.

Der Schenner Waalweg

Selbstverständlich könnten wir direkt von Schenna aus starten, aber wir beschließen trotzdem unser Auto am Parkplatz der Ifinger Seilbahn, auf der Straße nach Hafling, abzustellen und von dort aus eine Rundwanderung zu machen.

Um 11.30 Uhr geht es los. Wir starten bei der Talstation der Ifinger-Seilbahn, überqueren die Straße und folgen der wirklich ausgezeichneten Beschilderung in Richtung St. Georgen. Der Wanderweg kann ohne weiteres als Spazierweg bezeichnet werden. Wir spazieren also entlang des Schenner Waalweges zuerst auf einem Schotterweg, vorbei an einer Hofstelle und treten dann in den Wald hinein. Nun befinden wir uns auf einem Waldsteig. Den Waal (offener, 30 x 30 cm im Querschnitt großer Wasserkanal, der für die Bewässerung der Apfelanlagen genutzt wird) können wir zwar noch nicht sehen, aber nach kurzer Zeit ändert sich das. Leider führt der Waal jetzt noch kein Wasser. In wenigen Wochen wird das aber sicherlich anders sein.

Links ginge es jetzt hinunter nach St. Georgen einer Fraktion von Schenna. Wir bleiben auf dem Schenner Waalweg und schauen immer wieder links nach Meran und Dorf Tirol hinunter bzw. hinüber. Über Dorf Tirol kann man schön die steilen Muthöfe sehen, wo mich voriges Jahr eine andere Wanderung hin geführt hat.

Ganz nah sehen wir jetzt Schenna mit zwei mächtigen Gebäuden. Das linke Gebäude scheint die Kirche zu sein, die sich für ein so kleines Dorf ziemlich mächtig und prächtig präsentiert. Das rechte Gebäude ist Schloss Schenna.

Schloss Schenna in Schenna

Das herrliche Schloss befindet sich im Privatbesitz ist aber trotzdem öffentlich zugänglich. Das Schloss Schenna wurde 1350 von Petermann von Schenna anstelle der Burg Schenna erbaut. Damals war Margarete von Tirol die letzte Gräfin von Tirol. Verschiedene Adelsfamilien waren Besitzer des Schlosses. Zulezt kaufte der Erzherzog Johann um 1845 Schloss Schenna und hinterließ es seinen Nachkommen den Grafen von Tirol, in dessen Besitz es noch heute ist.

Schloss Schenna
Schloss Schenna

Der Waalweg wird scheinbar gerade neu instandgesetzt. Ein kurzes Stück ist eine Baustelle die wir umgehen müssen. Dahinter können wir den schönen, mit Porphyr-Steinen ausgepflasterten, neuen Waal (Wasserkanal) sehen. Der Wald runherum ist arg vom besonders schweren letzten Winter gezeichnet. Immer wieder queren umgefallene Fichten und Föhren unseren Weg. Man hat aber die Wanderwege bereits sorgfältig ausgeschnitten, sodass man sich nie bücken muss.

Interessant beim Schenner Waalweg ist die Abwechslung. Kurz zuvor waren wir noch im Wald, jetzt spazieren wir durch Apfelanlagen den Waalweg entlang und können uns am freien Blick auf Dorf Tirol mit den Muthöfen und den Muthof, auf Riffian und auf das ganze Meraner Land erfreuen.

13.00 Uhr, der Magen knurrt. Den Schenner Waalweg haben wir bereits hinter uns. Wir sind aber trotzdem, nach der Talstation der Taser Seilbahn in nördlicher Richtung, teils auf der Straße, teils auf Waldpfaden weiter gegangen. Links unter uns sehen wir eine einladende, sonnige Einkehrmöglichkeit: den Köstenthaler Hof.

Köstenthaler Hof

Wir lassen uns mit dem Gesicht der Sonne entgegen, beide auf der gleichen Seite eines mächtigen Holztisches, nieder und bestellen. Viel verdient hätten wir uns heute nicht, denn der Wanderweg war überhaupt nicht streng. Schnell unterwegs waren wir wegen der tollen Aussicht auch nicht. Viele Kalorien haben wir also sicherlich nicht verbrannt. Trotzdem – wir werden von einer sehr freundlichen Bedienung bewirtet und sind mit der Qualität und dem Preis/Leistungsverhältnis vollends zufrieden.

Höfeweg über Verdins und Schenna

Nach dem Mittagessen geht unsere heutige Wandertour oder besser gesagt der heutige Spaziergang entlang der wenig befahrenen Straße ein kurzes Stück weiter, bevor wir rechts in eine Wiese einbiegen bzw. hoch wandern. Wir befinden uns jetzt auf dem Höfeweg, der uns an mehreren Höfen meist auch Jausenstationen oder Gasthäuser vorbei führt.

Wir wandern nun in südlicher Richtung circa 200 bis 300 Meter oberhalb des Hinweges zurück. Auch dieser Wanderweg ist ziemlich abwechslungsreich: einmal geht es durch dann Wald, dann tritt man wieder auf eine Wiese, in deren Mitte sich eine Hofstelle befindet, hinaus.

Das letzte Stück des Weges führt uns über einen Schotterweg bis zu einer Baugrube. Hier verlassen wir den Schotterweg und gehen bergab den Wanderweg Nr. 24 bis hinter zu Schloss Vernaun. Darunter befindet sich die erste Hofstelle die wir bereits beim Hinweg passiert haben. Wir sind also am Beginn unseres heutigen Waalweg-Spazierganges angelangt.

Der Waalweg in Schenna ist abwechslungsreich. Man kann ihn ganz herrlich durch eine Rundwanderung erweitern. Unzählige Wanderwege säumen das Gebiet rund um Schenna. Überzeuge dich selbst und fahre nach Schenna bei Meran.

Fotoimpressionen Waalweg Schenna

Rundwanderung Waalweg Schenna – höfeweg Verdins

Kurstadt Meran

„Du, Schotz, terf i di wos frogn?“, die beste Freundin beginnt eine Frage. Mir schwant nichts Gutes, denn ich erkenne sofort am Tonfall, dass jetzt was kommt was mich nicht begeistern wird.

„Jo, jo frog lei.“, lautet meine Antwort und dann kommt was ich mir eh schon gedacht hatte.
„Kearn mir in Meran zua, einkafn?“
„Muas sel sein, so drschwitzt und so ongleg?“
„Se lisch jo koan Problem! Jetzt wo mir eh schon do sein.“

Kurstadt Meran zu Ostern
Kurstadt Meran zu Ostern

Ostern in Meran

Nachdem ich der besten Freundin von allen das Versprechen abgenommen habe, dass ich nicht selbst in ein Geschäft hinein muss und dass es nicht lange dauern wird, lasse ich mich breit schlagen. Wir fahren also über Obermais nach Meran hinunter und parken in der Tiefgarage unter den Therme Meran.

Verschwitzt mit den Bergschuhen an den Füßen gehen wir über die Fußgängerbrücke über die Passer hinüber auf die Ostseite des Flusses, wo sich die Promenade und dahinter die Lauben mit der Shoppingmaile befinden.

Ich beschließe bei der Promenade zu warten während die beste Freundin von allen sich ins Einkaufserlebnis stürzt. Ich kann mich dem Flair, der sich in einer Osterblumenbracht befindlichen Kurstadt, nicht entziehen. Meran wird voll zu Recht als Kurstadt bezeichnet. Im Unterschied zur engen und eher hecktischen Hauptstadt Bozen präsentiert sich Meran mit viel Platz, viel Grün, Ruhe, einem authentischen südlichen Urlaubsflair. An allen Ecken und Enden blüht es. Die Meraner Stadtgärtner haben tolle Arbeit geleistet. Eine riesige züngelnde Schlange, ein lustiger Delfin, ein bunter Specht, ein Klavierspieler alles aus Pflanzen gefertigt zeugen von der Kunstfertigkeit der Meraner Gärtner. Leider habe ich nur den Handy-Fotoapparat dabei:

Blumenmeer zu Ostern in Meran
Blumenmeer zu Ostern in Meran

Wie erwartet hält die beste Freundin von allen das Versprechen von einer halben Stunde nicht ein. Ich beschließe darum nach einem Kaffe, entlang der Promenade etwas auf und ab zu spazieren und den Handy-Fotoapparat zu testen.

Verliebte turtelnde Pärchen auf jeder zweiten Bank entlang der Promenade, voll besetzte Eisdielen, Urlauber frei von Hektik und Alltag. Meran strahlt jetzt zu Ostern pure Urlaubsstimmung aus.

Nach guten 2 Stunden hat sich die beste Freundin von allen dann trotzdem entschlossen Ihre Shoppingtour zu beenden. Während sie vom Einkaufen in Meran redet und ich vom Meraner Flair schwärme überqueren wir gemeinsam die Passer, betreten den Platz vor den Thermen Meran und steigen dann in die Tiefgarage zum Auto hinab.

Handy-Fotos Meran Ostern 2009

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