Spaziergang durch das Dorf Cembra

Fortsetzung von: Seerundwanderung Altopiano di Pinè

Lases

Spät ist es noch nicht, darum fahren wir durch das Cembratal in Richtung Heimat. Wir wollen bei Lases noch gemütlich um den kleinen See “ Lago di Lases“ spazieren.

Lago di Lases im Cembratal
Lago di Lases im Cembratal

Dieser kleine See, an dessen nördlichen Ende das Dörfchen Lases, das nicht zur Hochebene Pinè, sondern zur Comunità della Valle di Cembra gehört, liegt, bietet einen Rundwanderweg. Das Auto ist bereits geparkt, die ersten 50 m bis zum Seeufer hinunter liegen hinter uns, da hüpfen plötzliche allerhand Insekten über die Wasseroberfläche. Leider sind das keine Mücken, sondern Regentropfen. Schnell zurück zum Auto und schon geht ein deftiges Sommergewitter auf uns nieder. Die Umwanderung des Lases Sees ist somit abgeblasen.

Cembra

Durch das Cembratal fahren wir weiter bis kurz vor Segonzano um dort vom östlichen Talhang zum westlichen Talhang hinüber zu wechseln. Ich möchte den Hauptort des Cembratales kurz besuchen. Das Dorf Cembra (deutsch: Zimmers oder Zimber) liegt auf 666 m Seehöhe. Wie die meisten Dörfer des Cembratales liegt es über bewirtschaftete Weinberge, die steil zum Talboden, wo sich der Aviso (deutsch: Laifserbach) seinen Weg bis zur Etsch bahnt, abfallen.

Am Eingang des Dorfes hängt ein großes Plakat mit der Aufschrift „XXVI rassegna Vini Müller Thurgau – X CONCORSO INTERNAZIONALE 3 – 7 luglio 2013“. Super, damit macht der Kurzbesuch des Weindorfes doppelt Spaß. Bleibt zu hoffen, dass die grollenden Gewitterwolken über der Hochebene Pinè nicht hier herüber wandern.

Vom Friedhof schlendern wir durch entlang der Hauptstraße bis kurz vor die Kellereigenossenschaft „Cantina la Vis e Valle di Cembra“, biegen dort rechts in die Via Battisti ab und gelangen so zur Kirche S. Rocco. Von hier kann man recht gut auf das Nachbardorf Faver hinüberblicken.

Gasse in Cembra, dem Hauptort des Cembratales
Gasse in Cembra, dem Hauptort des Cembratales

Aus einem Lautsprecher ertönt die Stimme eines Sportmoderators. Was ist das los? Ein Traktorrennen! Klar in einem Weindorf wie Cembra dreht sich alles um die Landwirtschaft, da ist ein Traktorrennen natürlich passend. Ein zwei Runden schauen wir zu, dann spazieren wir in den alten urigen Dorfkern hinauf.

Zwischen Gassen und alten Häusern öffnet sich plötzlich ein Platz mit einem Brunnen. Ein Männerchor stimmt ein typisches lokales Lied an. Eine tolle Atmosphäre kommt auf, die aber leider durch den jetzt leicht einsetzenden Nieselregen beeinträchtigt wird. Schade. Trotzdem lauschen wir zwei Liedern bevor wir zum Friedhof zurück schlendern und das Cembratal, vorbei an den Dörfern Faver, Valda, Grumes, Gràuno, Capriana bis nach Molina di Fiemma und dann richtig Tramin/Südtirol verlassen.

GPS-Datei Spaziergang durch Cembra

Fotos Cembra

 

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4 thoughts on “Spaziergang durch das Dorf Cembra”

  1. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Ihr Lieben

    Danke für deinen lieben Kommentar, ganz so mit der Kenntnis des Landes und den Touren ist es dann doch nicht, habe sehr viel schönes noch nicht gesehen und bin immer wieder einfach neugierig Neues in Eurer schönen Heimat und Umgebung zu entdecken. Es stimmt allerdings, dass ich im Überetsch schon sehr viel abgegrast und entdeckt habe. So wie bei deiner letzten Tour habe ich in der Nähe vom Gasthaus Lipp z.b. auch die Furglauer Scharte, die Gaider Scharte und bei unmenschlicher Wärme am Grauner Lochweg (hätte ich vermutlich Euer Haus wo immer es in Tramin ist- gesehen) schon Touren unternommen, bei denen vernünftige Menschen ins Baden gegangen wären.

    Und nun zu deiner Tour im Gembra-Tal, wo ich mal meine Beine ausruhte und eine herrliche Autotour übers Valsugana und ich glaube über den Mangen-Pass an deinen bebilderten Seen vorbeikam. Hier trennte auch ein Staudamm einen See vom anderen. Doch ich blieb an einem der beiden Seen beim Seerestaurant und kehrte nur kurz ein, weil starke Gewitterneigung herrschte.
    An einem der beiden Seen gab es ein ganz wunderschönes Seerestaurant, d.h. die Plattform und das Restaurant waren nur durch einen Steg erreichbar, es war an diesem etwas bewölkten Werktag wenig los und ich genoss die Stille, herrliche Umgebung dieses Lokals mit diesem schönen Seerestaurant, bzw. Kiosk.

    Hast du das auch gesehen, du hast davon nichts berichtet, oder verwechsel ich das mit einem anderen See, ich weiß nur aus der Erinnerung, (mindestens 8-10 Jahre seitdem vergangen) das es auf dem Weg Cembra-Tal – Fleimstal war. Den Namen des Sees und der Ortschaft weiß ich nicht mehr.

    Bin ich da richtig?

    Über die Fahrt durch das wildromantische Cempra-Tal mit seinen an den Berghängen klebenden alten Bergdörfern habe ich bereits vor einiger Zeit einen Kommentar hier abgegeben, aber durch deinen Bericht wurde die Erinnerung daran wieder lebendig. Wahnsinnig schön. Ich fuhr damals auf der rechten Seite der Schlucht, konnte daher immer wieder nach links zu den Bergdörfern rüberschauen, doch wenig anhalten und schauen, da ich auf den Verkehr achten musste und alleine war. Auf jeden Fall eine meiner schönsten Autoentdeckungstouren in den Bergen, wenn die Beine mal Pause brauchen.

    Schöne Sommertage vielleicht in den Bergen, oder im Freibad im Tramin oder an den herrlichen Seen, wünscht Euch

    Euer Charly

  2. Dietmar says:

    Hallo Charly,

    es könnte tatsächlich der See „Lago di Serraia“ im Val di Pinè sein, wo du eingekehrt bist. Kannst du dich erinnern, war es der untere See? Wenn ja, da gibt es ein Lido (so nennen die Italiener der Seestrand) bei dem ein Restaurant etwas im See drin steht. Kann man auf dem zweiten Foto im Textteil dieses Berichtes an der linken gegenüberliegenden Seite erkennen, aber nur wenn man Adleraugen hat!

    Ich hatte beim direkten vorbei Gehen kein Foto gemacht, weil Umbauarbeiten den Blick „verschandlt“ hatten.

    LG

    Dietmar

  3. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Dietmar

    Ja genau, so ist es, es war der untere See, und das „Lido“ war etwas im See, also nur durch einen Steg vom Ufer aus erreichbar. Für mich die willkommene Gelegenheit dort die Seele baumeln zu lassen, was ich ausgiebig tat.
    Unweit des oberen Sees habe ich dann trotzdem noch die obligatorische Wanderung zu einer mir namentlich nicht bekannten „Malga“ auf einer schönen Alm gemacht. Diese war glaube ich in der Nähe dieser Seen und noch unbewirtschaftet, aber die Umgebung auf einer Lichtung war sehr schön und total ruhig, sodass ich trotzdem noch ein wenig (ca. 2 Stunden hin und zurück) meine Füsse bewegt hatte und voller herrlicher Eindrücke inklusive Fahrt ins „Überetsch“ zurückkehrte.

    Ganz herzlichen Dank für Deine rasche Antwort, hast mir damit geholfen.

    Liebe Grüße

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