Archiv der Kategorie: Valsugana

Rundwanderung in Bosentino über dem Caldonazzo See

230 m über dem Lago di Caldonazzo liegt das verschlafene 800 Seelen Dorf Bosentino. Der Startpunkt der heutigen Rundwanderung.

Der Vigolana Gebirgszug mit Becco di Filadonna und Cima Vigolana

Von links schauen uns die Gipfel Becco di Filadonna (2.150 m) und Cima Vigolana (2 149 m) entgegen. Aufgrund ihrer zentrale Lage zwischen Etschtal und Valsugano würden sich die beiden als tolle 360 Grad Aussichtsberge anbieten. Obwohl heute sehr warm, liegt aufgrund des durchwachsenen Maies, auf vielen Gipfeln aber noch Schnee. Wir haben uns deshalb für eine gemütliche Rundwanderung im Mittelgebirge, durch die Wälder des Monte Bosentino (994 m) entschieden, in der Hoffnung ab und zu einige Blicke hinunter zum Caldonazzo See erhaschen zu können.

Madonna di Feles und Castel Vigolo

Die Wallfahrtskirche Madonna di Feles

Gemütlich wandern wir entlang eines Kreuzweges in Richtung Osten und kommen recht schnell bei der Wallfahrtskirche Madonna di Feles an. Der Legende nach soll hier die Heilige Madonna einem stummen Hirtenbuben erschienen sein und ihm die Sprache wiedergeschenkt haben.

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Lusern und der Zimbrische Phantasieweg

Zimbrische Phantasieweg in Lusern (it. Luserna) auf dem Hochplateau Lavarone
Zimbrische Phantasieweg in Lusern (it. Luserna) auf dem Hochplateau Lavarone

Ber da geat nå in naüge zimbar staige khint zo khenna di stördjela bo da, sidar långa zait atz Luzern, di laüt kontarn un bo da soin khent ausgelest un geschribet, vor hundart djar, von an pfaff. Nidar nå in staige soinda hültzrane tafln un drau soinda geschribet tökkla stördjela.

Was das hier im diewanderer Wanderblog zu suchen hat?
Probieren wir es so:

Il sentiero cimbro dell’immaginario rappresenta un piacevole viaggio alla scoperta dei racconti e delle legende cimbre. Grazie a opere di artisti locali e a pannelli illustrativi dislocato lungo il percorso, il visitatore potrà conoscere ed apprezzare i personaggi che la fantasia e la tradizione popolare hanno tramandato nel tempo.

Noch nicht verstanden?
Dann so:

Wer den zimbrischen Phantasiepfad betritt, begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch die phantastische zimbrische Märchen- und Sagenwelt. Einheimische Künstler haben den Weg mit Tafeln illustriert, durch die sich der Besucher ein Bild über jene Gestalten und Geschehnisse machen kann, die sich in der volkstümlichen Tradition und Phantasie von Generation zu Generation übertragen haben.

Verwirrt?
Ist eigentlich ganz einfach. Wir befinden uns in Lusern, der Heimat der Zimbern im Trentino!

Hier auf der Hochebene von Lavarone, genauer gesagt an deren südlichem Ende, in der kleinen Gemeinde Lusern (it. Luserna), liegt die letzte der Sprachinseln des Zimbrischen, in der diese, aus dem Bairischen stammende Sprache, noch Alltagssprache der Menschen ist. Einst wurde das Zimbrische in 3 oberitalienischen Gebieten gesprochen den sogenannten 13 Gemeinden nördlich von Venedig, den 7 Gemeinden auf der Hochebene von Asiago und eben hier im Trentino auf der Hochebene von Lavarone und Folgaria. Die Zimbern selbst nennen sich Zimbarn oder Tzimbar und ihre Sprache ist dem Südtiroler Dialekt sehr ähnlich, das kann ich persönlich bestätigen.

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