In der Kletterhalle Tramin

Dritter Abend

Wer sich nun fragt wo denn der zweite Abend geblieben ist, dem sei gesagt: dieWanderer haben geschw├Ąnzt. Grund wird zensiert ­čśë

Am zweiten Abend ist es scheinbar um verschiedene Grifftechniken gegangen. Ich kann das leider nicht aus erster Hand wiedergeben und muss das recherchieren:

Kletter-Griffarten:

Obergriff (Henkel)
Man greift mit der Hand wie eine Sprosse an einer Sprossenwand und zieht nach unten. Bei schwierigen Griffen kann man den Daumen auf den Zeigefinger drücken, um mehr Druck aufzubauen.

Untergriff
Wenn kein Griff in normaler H├Âhe zu finden ist, dann versucht man tief zu greifen und sich so hoch dr├╝cken.

Seitgriff
Einen Griff, den man nur seitlich belasten kann, nennt man Seitgriff. Mit entsprechender Schwerpunktverlagerung kann auch das klappen.

Klammergriff / Zangengriff
Wenn es nicht anders geht, weil der Griff zu klein ist oder wenig  Halt bietet, dann presst man den Griff zwischen Finger und Daumen zusammen. Das nennt sich Klammer- oder Zangengriff.

Aufleger (Sloper)
Ist der Griff zu gro├č und kann man ihn somit nicht┬áumschlie├čen, dann einfach die Hand┬ágro├čfl├Ąchig auflegen um so viel wie m├Âglich Reibung zu erreichen. Der Aufleger ist das Gegenst├╝ck zum Reibungstritt.

Risse klemmen
So viele Finger wie m├Âglich in den Riss stecken und sie irgendwie verklemmen.

St├╝tzen und Ziehen
Um den Schwerpunkt zu verlagern oder z.B. einen Fu├č zu entlasten, kann man auch versuchen, sich bei Griffen zu st├╝tzen oder Griffe zu ziehen.

Heute geht es vor allem um die stabile Position und Tritttechniken. Eine stabile Ausgangsposition hat man, wenn man drei oder vier Kontaktpunkte mit der Kletterwand oder dem Fels hat. Die stabile Position ist wichtig, weil das die Ausgangsposition f├╝r die drei Phasen der Kletterbewegung sein sollte.

Ablauf der Kletterbewegung

  • Erste Phase: Aus der stabilen Position heraus den n├Ąchsten Griff/Tritt suchen.
  • Zweite Phase: kurze Ausholbewegung und Erzeugung von Muskelspannung und dann Arm bzw. Bein mit K├Ârperschwerpunkt, so nah wie m├Âglich an der Wand, auf neuen Griff bzw. Tritt setzen. Um Kraft zu sparen,┬ásollte man vor allem mit den Beinen die Kraft aufwenden und wenn m├Âglich die Arme nur f├╝r die Stabilisierung nutzen
  • Dritte Phase: K├Ârper und Schwerpunkt wieder in eine stabile Position verlagern.

Tritttechniken

Fu├čstellung
Der Kletterschuh sollte mit der Spitze im Bereich um den gro├čen Zeh auf dem Tritt platziert werden, sodass ein Drehen des Trittes leicht m├Âglich ist. Dr├╝ckt man die Fersen nach oben kann man mehr Spannung und vor allem Druck┬áauf die Fu├čspitze aufbauen.

Reibungstritte
Wenn der┬áKletterschuh┬ánur Aufgrund der Sohlenreibung an der Wand haftet, spricht man vom Reibungstritt. So viel wie m├Âglich Sohlenfl├Ąche auf den Tritt platzieren und dann nicht bewegen, da sonst die Reibung abnimmt!

Leisten
Auf schmalen Leisten kann man versuchen, den Fu├č seitlich zu setzen,┬áaufzurollen oder mit der Fu├čspitze aufzutreten (Ferse hoch, um Druck auf Zehen zu erh├Âhen).

Foothook
Mit der Ferse oder den Zehen sich hinter einem Griff einhaken, nennt man Foothook. Damit kann man Kraft beim Hochziehen sparen, eine Gewichtsverlagerung erreichen oder auch nur die Hand zum Ausschütteln frei bekommen.

So nun das versprochene 360 Grad Foto der Kletterhalle Tramin:

360 Grad in der Kletterhalle Tramin. Wir schauen den beiden Kletterkurs Leitern Andreas Kofler und Andreas Psenner zu.
360 Grad in der Kletterhalle Tramin. Wir schauen den beiden Kletterkurs Leitern Andreas Kofler und Andreas Psenner zu.

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