Wolfsgrubner See Runde & Wanderung zum Lama- und Alpakahof Kaserhof

Rund um dem Wolfsgruber See spazieren
Rund um dem Wolfsgruber See spazieren

Einmal rund um den Badesee Wolfsgruber See, auch Wolfgrubener See oder Wolfsgrubensee genannt, das soll auch mit Kinderwagen möglich sein.  

Gegen den Uhrzeiger spazieren wir zuerst zum Urlaubshotel Weihrerhof und dann weiter zum Südufer des Sees.

Rundgang um den Wolfsgrubner See

Insel mit Brücke auf dem Wolfsgruber See
Insel mit Brücke auf dem Wolfsgruber See

Eine 10×10 m große Insel zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Das wäre nichts Besonderes, wenn da nicht mitten drin eine Couchsitzgruppe stünde. Eine Brücke verbindet die Mini-Insel mit der Liegewiese des Hotels. Würden wir gerade einen Wanderurlaub im Hotel Weihrerhof verbringen, dürften wir sicherlich zur Insel hinüber. Als Südtiroler Tagesausflügler bleibt sie für uns unerreichbar. 

Durch das Unterholz des Fichtenwaldes wandern wir am Südufer des Badesees entlang. Nach einem leichten Anstieg entdecken wir eine zweite Insel. Etwas kleiner, etwas spärlicher bewachsen als die erste, ihre brauner Felsboden schimmert uns entgegen. Ist leider bereits von einer Gruppe Jugendlicher in Beschlag genommen worden. Macht nichts, für uns wäre das eh nichts, ist nämlich nur über den Wasserweg erreichbar. 

Ich erinnere mich, dass zwischen 1990 und 2000, aufgrund von Algenbildung und Trübung des Wassers, Badeverbot im Wolfsgrubener See herrschte. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Nach einer Gewässersanierung mit der Abtrennung von belastenden Zuflüssen, zählt der See heute zu den saubersten Süßwasser-Badeseen Italiens!  

Kurz vor dem Badestrand entdecken wir eine Lichtung. Der optimale Platz fürs Mittagessen. Super, auch weil wir damit in Reichweite der Strandbar des Sees liegen! 

Im See schwimmen nur recht wenige Badegäste, die meisten Seebesucher begnügen sich mit Relaxen auf der Wiese. Wir schauen den Sonnenanbetern nur kurz zu, trinken einen Kaffee in der Strandbar und machen uns dann auf die Seerunde zu vervollständigen. 

Auf einer Infotafel steht die Geschichte des Wolfsgrubner Sees: 

Infotafel zur Geschichte des Wolfsgruber See

Den Namen bekam der See von den Wolfsgruben bzw. Wolfsfallen, die in der Umgebung des Sees errichtet worden waren. Der See war ursprünglich ein natürlicher Weiher, durch Moränenschutt von der Eiszeit her entstanden. Er wurde immer wieder vergrößert. Heute hat er ein Fassungsvermögen von 100.000 m³ und ist ca. 4 ha groß. Sein Wasser ist und war begehrt und nicht selten bot es Anlass zu Streit. Die Wasserrechte besaßen seit „urdenklich jaren“ die Seemüller: Mühlenbesitzer, Schmiede, Rädermacher, Sägeinhaber, Stampfinhaber nutzten das Wasser entlang des Seegrabens vom Auslauf bis zur Mündung in den Eisack. Schriftliche Verträge regelten seit 1630 streng die Wassernutzung und sahen hohe Strafen vor, falls sie nicht eingehalten wurden. Ausbesserungsarbeiten und die Reinigung der Zulaufgräben und des Mühlbaches trugen die Pfandinhaber des Gerichts Stein am Ritten und die Seemüller bis zum Jahre 1864 je zur Hälfte gemeinsam. Dann wurden die Seemüller Alleinbesitzer des Sees und übernahmen fortan alle Lasten. Einen Teil der Kosten deckten sie über die Einnahmen durch das Fischereirecht, die Bade- und Schifffahrtserlaubnis und den Eisverkauf zum Kühlen der Lebensmittel, für den Rest kamen sie selbst auf. Nachdem das Wasserrecht an den Saat übergegangen  war und mit der Stromversorgung in den Nachkriegsjahren für die Betriebsinhaber an Bedeutung verloren hatte, erfuhr es eine neue Nutzung. Es wurde zur Bewässerung der Kulturgründe von Unterinn genützt. Im Jahre  1967 ging  die Beregnung in Betrieb. Von den ursprünglichen Rechten ist den Seemüllern noch das Fischereirecht geblieben. Die Interessentschaft zählt heute 23 Mitglieder. Sie setzt sich für die Erhaltung ihrer kulturellen Bestände ein. 

Bienenmuseum Plattner Bienenhof 

Hinter der Imbissbude am Parkplatz am Wolfsgrubner See führt ein Wandersteig zum Bienenmuseum hinauf. Der erweist sich für uns als Glücksfall, treffen wir doch – 200 m vor dem Museum – auf eine Pferdekoppel mit großen und kleinen Vierbeinern.  

„Tati, Tati schau, schau!“ Kinder und Nutztiere, das ist ein besonderes Kapitel, vor allem wenn die Kinder so begeisterungsfähig wie Anna sind.  

Roggen vor dem Bienenmuseum Plattner Bienenhof
Roggen vor dem Bienenmuseum Plattner Bienenhof

Vor dem Bienenmuseum Plattner Bienenhof wächst Getreide, wahrscheinlich Roggen. Hinter dem Bienenmuseum – leider lässt unsere Zeitplanung keinen Besuch zu – fällt mir das besondere Dach des historischen Bauernhauses auf. Aha, der Roggen vor dem Museum dient als Baustoff für die Dachbedeckung. Clever, denn solche Dächer, gedeckt mit Bündel aus Roggenstroh, die müssen immer wieder erneuert werden. Ich finde das Dach sehr interessant, sieht man heutzutage nämlich sogar im traditionsbewussten Südtirol sehr selten.  

Auf dem Weg zum Lamahof-Kaserhof  

Gerade wollten wir die Geleise der Rittner Bahn überqueren, da rattert der Rittner Zug an uns vorbei. Wieder eine Kinderattraktion. Kinder kann man mit solchen Kleinigkeiten begeistern. Zumindest unsere … 

Nach dem „Rittner Bahnl“ queren wir einen Bauernhof mit zwei Hand voll Kühen, wandern dann Richtung Lichtenstern, anschließend weiter über den Mayr Nusser Weg (Wanderweg Nr. 18) unserem auserkorenes Ziel, dem Kaserhof, entgegen. 

Heuarbeit vor der Kulisse des Schlerns
Heuarbeit vor der Kulisse des Schlerns

Der nur leicht ansteigende Wanderweg verläuft teils über einen weichen Waldsteig, teils über eine schattige Straße und teils über einen schottrigen Wiesenweg. Auch für die Kleinen ist er zu Fuß – die Kinderwägen haben wir im Auto gelassen – leicht machbar.  

Ein Bergbauer der mit einem Kreiselschwader, vor der beeindruckenden Kulisse des Schlerns, Heu umkehrt, ist wiederum eine Attraktion und zwingt uns zum Innehalten. 

Nach See, Pferde, Rittner Bahn, Traktor mit Heuschwader stehen ein und dann noch ein zweites Reh auf dem Attraktionsplan. Wow! 

Lamas und Alpakas auf dem Kaserhof

Und was kommt jetzt? Exoten soweit das Auge reicht! Die zahlreichen Lamas und Alpakas vom Kaserhof sind schon etwas Besonderes. Zwar haben Anna und Hannes schon vor einem Jahr auf der Malga Kraun zwei Alpakas gesehen, aber der Kaserhof spielt in einer ganz anderen Liga. 

Preisgekrönter Lama-Hengst auf dem Kaserhof
Preisgekrönter Lama-Hengst auf dem Kaserhof

Ein besonders gut gepflegtes, separat eingezäuntes Lama fällt uns auf. „Erfolgreichster Lama Hengst Europas“, steht auf einem Schild. Aha. „Tati, wos isch sel?“ Oha und jetzt? Wie soll ich das bloß erklären? 

„Schau, den konn man streicheln, der hot a gonz flauschiges Fell!“ Und schon ist die Frage vergessen *g* 

Frisch geschoren lässt es sich auch in der Hitze aushalten - weißes Alpaka vom Kaserhof
Frisch geschoren lässt es sich auch in der Hitze aushalten – weißes Alpaka vom Kaserhof

Wir schauen uns auch den Stall des Kaserhofes an. Da stehen sowohl Lamas, Alpakas als auch Pferde drin. Zwar nicht so viele wie im Alps Coliseum in Auer, aber immerhin. 

Nach so vielen Staunen brauchen die Kleinen etwas Erholung. Der Kinder-Spielplatz vor dem Stall kommt da gerade recht. Die Kleinen dürfen sich vergnügen, die Mamis dürfen aufpassen, die Tatis dürfen ein Bier trinken. Alle haben was sie wollen 😉 

Rückweg zum Wolfsgrubner See

Den Rückweg zum Wolfsgrubner See absolvieren wir über dem Geirerweg nach Oberbozen, dann entlang des Weges „Alter Mühlweg“ bis zum Bahnübergang hinunter. Theoretisch könnten wir mit der Rittner Bahn einige Stationen weiterfahren, aber wir entscheiden uns für Schusters Rappen. Recht gemütlich geht es auf dem schönen Spaziersteig, der Oberbozen mit dem Wolfsgrubner See verbindet, bis zum See und somit zum Ende unseres heutigen Familienwandertages.  

Gps Track Wolfsgrubener See – Bienenmuseum – Kaserhof 

Fotos vom Wolfsgrubener See und den Lamas vom Kaserhof 

Video Kaserhof 

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