Schlagwort-Archive: Wanderweg

Würden Sie auf diesem Weg wandern?

Vor einiger Zeit hat mich ein Kollege auf dieses Video vom Wanderweg „El caminito del Rey“ (auch Camino del Rey) in der Schlucht von El Chorro in Spanien aufmerksam gemacht. Schon allein das Video macht einem klar, dass die Worte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auf diesem über hundert Jahre alten Weg eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Video El Camino

Etwa einen Meter breit und 100 Meter über dem Grund der Schlucht, die als eine der beliebtesten Kletterregionen Spaniens gilt, wurde der 3 Kilometer lange Weg ab 1901 angelegt, um den Mitarbeitern der Wasserkraftwerke die Wartungsarbeiten zu erleichtern.

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Spaziergang Tramin-Söll-Kalterer See

Über Weinreben zum Weisshorn und Schwarzhorn
Über Weinreben zum Weisshorn und Schwarzhorn

Veronika, Veronika der Lenz ist da. Bereits gestern, am Samstag, haben so einige „Veronikas“ den Weg nach Tramin gefunden, um den Frühling wandertechnisch zu beehren und die Straße vor dem Mandlhof vollzuparken.

Wenn schon halb Südtirol zu Ostern zu uns nach Tramin kommt, dann wird das wohl auch für uns beide gut genug sein.

Recht locker, ohne Rucksack, dafür mit allerhand Ausrüstung umgeschnallt: neuer Kameragurt und Helmkamera GoPro Hero HD2, aber nicht auf dem Kopf – das ist mir dann doch etwas zu blöd – sondern ebenfalls am Gürtel festgeschnallt, geht es los. Der heutige Frühlingsspaziergang wird zugleich ein Produkttest.

Temperaturen um die 25° C, ein Kaiserwetter, welches seinesgleichen sucht. Nur ganz leichten Wind im Rücken spazieren wir die Mühlgasse hinunter und biegen oberhalb vom Hotel Winzerhof in den Kalterer See Weg ein.

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Schneeschuhwandern im Val di Non

Schneeschuhwandern im Val di Non
Schneeschuhwandern im Val di Non

Dass die Nonstaler eine ganz besondere Leidenschaft fürs Schneeschuhwandern haben, beweist die alljährlich am Dreikönigstag stattfindende Ciaspolada. Denn was im Jahr 1972 begann, ist heute ein sportliches Großereignis auf dem Wanderweg zwischen Romeno und Fondo, dem Hauptort des Oberen, des Alta Val di Non. Das Schneeschuhrennen, dessen internationale Teilnehmerzahl binnen weniger Jahre auf heute über 6.000 angewachsen ist, ist aber nicht der einzige Grund, warum das Wandern auf Schneeschuhen in diesem Hochtal nur rund 30 Minuten Fahrzeit von Kaltern am See entfernt, so lohnenswert ist.

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Herbst-Spaziergang im Schlerngebiet: Kastelruth – Tagusens

Spaziergang von Kastelruth nach Tagusenes.
Spaziergang von Kastelruth nach Tagusens.

Zur Gemeinde Kastelruth gehört nicht nur die bekannte Seiser Alm, sondern auch zehn weitere Fraktionen. Darunter auch die beiden kleinen Weiler Tagusens und Tisens. Alle drei Orte, also Kastelruth, Tagusens und Tisens werden heute Stationen unseres Sonntagsspazierganges werden.

Wir sind zu heute zu fünft unterwegs. Vier Erwachsene und ein Kleinkind, die Lisa, im Tragerucksack. Ich mache mir etwas Sorgen bzgl. der Temperaturen. Das Zentrum von Kastelruth liegt nämlich auf 1.060 m ü. d. M.

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Zum Piz Boè – Wandern in der Sellagruppe

Der Gipfel des Piz Boè auf über 3.000 m über dem Meeresspiegel.
Der Gipfel des Piz Boè auf über 3.000 m über dem Meeresspiegel.

Der pyramidenförmige Piz Poè, der höchste Gipfel der Sellagruppe, ist uns bei unseren zahlreichen Wanderungen immer wieder von der Ferne aufgefallen. Heute wollen wir näher ran und diesen aussichtsreichen, über 3.000 m hohen Dolomitengipfel, ausgehend vom Campolongopass, erwandern.

Über das Grödner Joch fahren wir ins Gadertal bis nach Covara hinunter, biegen dort rechts ab und fahren hinauf bis zum Passo Campolongo auf 1.875 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus werden wir jetzt knapp 1.300 Höhenmeter bis zum Gipfel hinauf wandern müssen.

Auf der italienischen Seite des Campolongo Passes sind die Hotels scheinbar geschlossen, so finden wir leicht einen Parkplatz. Um 8.40 Uhr starten wir – für heuer sicherlich das letzte Mal – einem 3.000er entgegen. Der Schotterweg „Via Savine“ ist extrem steil aber für einen Geländewagen befahrbar. Ich wundere mich etwas. Zu spät merken wir, dass wir nicht auf dem ursprünglich geplanten Wanderweg Nr. 638 unterwegs sind, sondern auf der Schotterstraße die zum Gasthaus Beć de Roces / Kaiserhütte hinauf führt. Ups und jetzt? Umkehren kommt natürlich nicht in Frage, irgendwie werden wir schon zum geplanten Steig zurück finden. Zum Piz Boè – Wandern in der Sellagruppe weiterlesen

Spaziergang vom Marteller Talschluss zur Zufallhütte

Zufallhütte

Die Fahrt vom Dorf Martell bis zum Marteller Talschluss ist länger als gedacht. Vorbei an Erdbeerfeldern – Martell ist bekannt für den Anbau der süßen Früchte und hat sogar eine Erdbeerkönigin, so wie wir eine Weinkönigin haben – und vorbei am Zufritt Stauseefahren wir bis zum Ende der Straße, wo wir einen gebührenpflichtigen Parkplatz vorfinden.

Ein breiter Wanderweg führt uns zuerst über Wurzeln, dann über Schotter und Erde in circa 40 m zur Zufallhütte hinauf. Scheinbar ein extrem beliebtes Ziel für Spaziergänger mit Familie.

Die Gletscherzungen der Zufallpitze bzw. des Cevedale reichen zwar nicht wie bei unserer letzten Wanderung auf dem Neves Höhenweg bis zu unserem Wanderweg herunter, trotzdem können wir auch hier das besondere Flair der Gletscherriesen erleben. Den Blick auf die Zufallspitze gerichtet, lassen wir uns einen Strudel und einen Kaffee schmecken. Hier vor der Zufallhütte ist es heute trotz der Nähe zum Gletscher regelrecht heiß.

Zufrittsee

Die beste Ehefrau von allen war anfangs nicht dafür, zusätzlich zur Orgelspitze Bergtour, noch den Talschluss Spaziergang zu unternehmen und hatte dies während des gemütlichen Aufstieges auch des Öfteren kritisch angemerkt. Jetzt, da wir vor der Zufallhütte in der prallen Sonne sitzen und den Gletscherblick auf Zufallspitze und Cevedale genießen, sind ihre Bedenken verflogen und ich kann sie sogar überreden, aus dem Spaziergang eine kleine Rundwanderung über ? zu machen. Wandern ist das falsche Wort, wir spazieren vielmehr gemütlich bis zur Plimamauer hinauf, wo wir einen viel besseren Blick auf die Zufallspitze (vorgelagerte, auf der Südtiroler Seite gelegene Spitze des Monte Cevedale) und den Cevedaleselbst haben.

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Neves Höhenweg: wandern am Gletscher-Fuß

Der Ursprungbach entspringt am Neves Gletscher unter dem Großen Möseler und braust tosend zum Neves Stausee runter.
Der Ursprungbach entspringt am Neves Gletscher unter dem Großen Möseler und braust tosend zum Neves Stausee runter.

Letzter Urlaubstag vom Wanderurlaub. Den dürfen wir selbstverständlich wandertechnisch nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wir möchten die Heimreise von Sexten nach Tramin nutzen und noch eine Hochgebirgswanderung, die fast auf dem Weg liegt, mitnehmen. Darum biegen wir bei Bruneck links ab und fahren ins Tauferer Tal hinein. Bei Mühlen entscheiden wir uns für den Abzweig nach links und weiter geht es im Mühlwaldertal vorbei an Mühlwald bis nach Lappach. Von hier führt eine sehr enge Straße bis zum Neves Stausee (gebührenpflichtig) hinauf. Damit haben wir den Startpunkt unserer Wunschtour für heute erreicht.

Der Neveser Höhenweg in den Zillertaler Alpen soll wunderschön sein. Geplant wäre eigentlich, die komplette Runde auf dem Neves Höhenweg zu bestreiten, und zusätzlich eine kurze Gipfeltour auf die Napf Spitze (2.888 m) hinauf zu unternehmen, da die anderen Gipfel: Hoher Weisszint (3.371 m) und Großer Möseler (3.479 m) – beides Gletscher – für uns zwei Normalwanderer unerreichbar sind. Ob sich das aber alles ausgeht, muss sich erst noch zeigen. Neves Höhenweg: wandern am Gletscher-Fuß weiterlesen

Die Tofane – markante Dolomitengipfel westlich von Cortina d’Ampezzo

Tofana di Mezzo - Ra Valles
Tofana di Mezzo - Ra Valles

Dolomiten Urlaub, fünfter Ferientag. Einen Dreitausender möchte ich heuer schon noch gerne in meinem Wanderblog eintragen. Darum haben wir schon seit Tagen unsere Cortina d’Ampezzo Kompass Wanderkarte konsultiert. Das Dreigestirn der Tofane: Tofana di Rozes (3.225 m), Tofana di Mezzo (3.244 m) und Tofana di Dentro (3.238 m) würde mit jedem seiner Gipfel einen Dreitausender bieten. Leider sind auf unserer Wanderkarte sehr viele Klettersteige eingezeichnet, was die beste Ehefrau von allen zu einem absoluten Veto veranlasst.

Hmmm… was machen? Es führt zwar sowohl auf die Tofana di Rozes als auch die auf Tofana di Mezzo ein Normalweg rauf, aber ob die mit der immer stärker werdenden Höhenangst der besten Ehefrau von allen vereinbar sind, ist sehr fraglich. Die Tofane – markante Dolomitengipfel westlich von Cortina d’Ampezzo weiterlesen

Wandern durch die Sextner Dolomiten: Zsigmondy Hütte – Büllelejochhütte – Drei Zinnen Hütte

Vierter Ferientag im Dolomiten Urlaub. Für jeden Sextner Wanderurlauber eine Pflichtwanderung ist die Rundwanderung vom Talschluss des Fischleintales (Fischleinboden) zur Zsigmondy (Comici) Hütte, weiter zur Büllelejoch Hütte, dann zur Drei Zinnen Hütte und zurück zum Fischleinboden.

Wanderung zur Drei Zinnen Hütte
Wanderung zur Drei Zinnen Hütte

Unsere Gastgeberin rät uns, die Wanderung im Uhrzeigersinn zu machen, damit wir den Aufstieg zur Comici Hütte im Schatten machen können.

Mit dem Auto hinein ins Fischleintal bis zur Fischleinbodenhütte. Dort befindet sich ein gebührenpflichtiger Schotter-Parkplatz.

Start um 8:30 Uhr direkt bei der Fischleinbodenhütte (1.462 m). Der erste Teil der heutigen Bergtour führt uns ziemlich flach bis zu Talschlusshütte. Hinter der Talschluss Hütte gabelt sich der Weg. Rechts ginge es direkt zu den Drei Zinnen empor, links führt uns der Steig Nr. 103, der zugleich der Dolomiten Höhenweg Nr. 5 ist, zum Giralba Joch und zur Zsigmondy Hütte (Rifugio Comici) hinauf.

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Karnischer Höhenweg

Auf dem Karnischen Höhenweg: Blick auf die Sextner Dolomiten mit der Sextner Sonnenuhr
Auf dem Karnischen Höhenweg: Blick auf die Sextner Dolomiten mit der Sextner Sonnenuhr

Dritter Ferientag im Wanderurlaub. Sechs Uhr in der Früh. Die beste Ehefrau von allen schaut aus dem Fenster: Schlechtwetter. „Na, glab i nit. Sein sichr lei Nebelfelder.“ Nach einem ausgiebigen Frühstück stehen wir um 9.30 Uhr bei vermeintlich Schlechtwetter vor der Helmbahn. Außer uns gibt es nur noch 5 weitere Fahrgäste, so ist die riesige Kabine der Helm-Seilbahn fast leer.

Meter um Meter geht es höher hinaus und Meter um Meter wird der Nebel dichter. Plötzlich, herrlicher Sonnenschein. Ich hatte Recht. Bloß ein Nebelfeld, welches sich über das Sextner Tal gelegt hat. Gewaltig schön der Anblick der Sextner Dolomiten, die aus dem Nebelfeld herausstechen. Interessant der Anblick des Pustertals mit dem weißen Schleier darauf. Wir sind geradezu froh, dass es gestern geregnet hat, sonst könnten wir diesen wunderbaren Anblick heute nicht genießen.

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