Zell am See, Dienstag, den 23.06.2009. Wieder Regen. Was soll‘s. An der Rezeption des Hotels Tirolerhof nach einem großen Regenschirm gefragt und runter zum 3,8 km langen, 1,5 km breiten und max. 68 m tiefen Zeller See. Eine Panoramatafel gibt uns Auskunft über den Seerundwanderweg. Es bietet sich uns eine leichte Seerundwanderung mit circa 11 km oder eine etwas schwierigere Seeumrundung an, die etwas länger ist.
Wir entscheiden uns für die schwierigere Wanderrunde, welche uns zwar auch über die Seepromenade rund um den Zeller See führt, aber bei Thumersbach das Seeufer verlässt um im Wald, circa 100 m über dem See, die Ortschaft zu „umschiffen“.

Nordufer Zeller See mit Blick auf die Stadt Zell am See
Prielaupromenade
Ausgehend vom Freischwimmbad Zell am See spazieren wir über die Prielaupromenade, so nennt sich dieser Teil der Seepromenade, zwischen Seeufer und Eisenbahngleisen, vorbei an der Fraktion Einöd, zum Nordende des Zeller Sees. Die Prielaupromenade ist recht idyllisch, die Bahngleise stören wenig, manchmal rattert sogar ein Zug aus früheren Tagen vorbei, der richtiges „So-wie-früher-Feeling“ aufkommen lässt. Kinderwagen tauglich ist die Seepromenade obendrein. Unser Blick richtet sich immer wieder nach rechts auf den Zeller See und auch auf die Berge des Steinernen Meers vor uns.
Am Nordufer des See befindet sich ein großes Seecamp mit Strandbad, einer weitläufigen Wiese mit Badestegen, einem Yachtklub usw. Eine Gruppe junger Tauchwilliger schickt sich – trotz Regens – an, mit Ihren Tauchlehrern ins Wasser zu steigen.
Wir bannen ein zwei Fotos – mit dem Fernauslöser – auf die Speicherkarte, betrachten kurz in südlicher Richtung den Wolken verhangenen Gletscher Kitzsteinhorn und spazieren am Strand in östlicher Richtung weiter bis uns der Weg zwingt auf dem Gehsteig der Thumersbacher Straße weiter zu marschieren.
Bis Thumersbach, einer kleinen Ortschaft fast genau gegenüberliegend der Stadt Zell am See, geht es nun den Gehsteig entlang. In Thumersbach angekommen, überqueren wir die Straße und gehen in östlicher Richtung, nur wenige Meter, in das Thumersbachtal hinein. Hinter der Schule biegen wir rechts ab, folgend der Beschilderung zum Thumersbacher Kirchplatz und verlassen somit die geplante Route.
Über einen steilen Wandersteig steigen wir einige Höhenmeter, circa 100 m, empor, um dann am Nordhang des Ronachkogel (1.326 m) relativ flach nach Osten ins Thumersbachtal hinein zu wandern. Ein wunderschöner Spaziersteig, der in Smaragdfarben fast funkelt. Flechten und Moose bedecken die Wegränder. Es ist herrlich frisch, grün und luftig. Eine wahre Märchenlandschaft, die man unbedingt gesehen haben muss, wenn man sich irgendwo am Zeller See aufhält. Ob sich der Weg auch in trockeneren Zeiten so präsentiert, kann ich leider nicht sagen. Über mehrere kleine Holzbrücken, die heute nass und somit extrem glitschig sind, spazieren wir hintereinander, dem östlichsten Teil von Thumersbach entgegen.

Auf dem Weg von Thumersbach zur Kapelle St. Sigismund
Die Atmosphäre ist etwas angespannt. Wir hatten gestritten… Am Ende des Märchensteiges kommen wir auf einen Schotterweg und erreichen dann, uns leicht links haltend, die Thumersbacher Talstraße.
Kapelle zum heiligen Sigismund in Thumersbach
Hier finden wir die Kapelle zum hl. Sigismund in Thumersbach, die als Wallfahrtsort für Gehörlose und Fieberkranke gilt. Die beste Ehefrau von allen lässt es sich nicht nehmen, die Kirche zu besichtigen und ein, zwei gute Gedanken zu fassen. Der Streit ist beigelegt, alles in Butter.
Wir müssen nun zwar den gleichen Weg bis fast nach Thumersbach zurück, was uns aber, des herrlichen landschaftlichen Erlebnisses wegen, nicht weiter stört – ganz im Gegenteil – sogar recht ist.
Bevor wir das steile Stück vom Hinweg erreichen, biegt ein Wandersteig links in Richtung Enzianhütte ab, dem wir nun folgen. Über weichem Waldboden geht es nun circa 100 m über Thumersbach in südlicher Richtung nach Grafleiten und dann abwärts bis hinunter zur Seeuferstraße bei Erlberg.
Wir folgen nun wiederum dem Gehsteig an der Seeuferstraße bis ans südliche Ende des Zeller Sees. Nach dem Gasthof Pension Königshof, am Badeplatz Erlberg biegen wir rechts in die Schilfzone ein. Der Thomas-Bernhard-Weg, ein 2 m breiter Schotterweg, führt uns durch das Naturschutzgebiet südlich des Sees bis nach Schüttdorf.

Elisabethpromenade von Schüttdorf nach Zell am See
Wir gehen nicht durch den Dorfkern, sondern durch die Granisiedlung. Rechts von uns sehen wir das Strandbad Seespitz, dann das Windsurfcenter und die Wasserrettung von Schüttdorf. Hier beginnt nun die Elisabethpromenade, die Seepromenade, die uns vorbei an uralten Bäumen bis zum Elisabethpark und zum Stadtpark der Stadt Zell am See, wo wir auch schon unseren Ausgangspunkt des heutigen Spazierganges bzw. der heutigen Wanderung erreichen, führt.
GPS-Tour Seepromenade Zeller See
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Bildergalerie Seerundwanderung Zeller See
Wanderurlaub im Salzburger Land in Zell am See am Zeller See
Sonntag: München und Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe
Montag: Wanderung zum Tschiernock und Großglockner Hochalpenstraße
Dienstag: Seerundwanderung rund um den Zeller See
Mittwoch: Salzburg
Donnerstag: wandern auf dem Penken im Zillertal
Freitag: Bergtour auf den Hundstein










Wandern in Südtirol, das ist mein Hobby. Meist bin ich mit der besten Ehefrau von allen auf eher leichten Wanderwegen unterwegs. Dabei fehlt natürlich nie der Fotoapparat. Das Ergebnis unserer Wanderungen kannst du hier in diesem Wander-Blog verfolgen.
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