Rundwanderung Tramin – Kalterer See – Rastenbachklamm – Gummererhof

Heute ist unser Ziel die wild romantische Rastenbachklamm oberhalb des Kalterer Sees (Südtirol) und der Gummererhof oberhalb von Tramin. Wir starten in Tramin und zwar am Anfang der Straße nach Söll beim Hotel Winzerhof.

Wir gehen 50 m die asphaltierte Söller-Straße, oberhalb des Hotels Winzerhof, entlang in Richtung Norden und wandern dann bei der ersten Linksbiegung der Straße geradeaus weiter, direkt in einen Schotterweg (Kalterer Seeweg) hinein. Dieser führt uns durch Weinberge in Richtung Kalterer See. Im Herbst während der Weinlese ist dieses Stück des Weges natürlich besonders interessant. Nach circa 20 min Gehzeit biegen wir der Beschilderung folgend rechts ab und kommen in den Söller-Wald hinein. Wir folgen dem Steig und der guten Beschilderung, wenden uns nicht nach links Richtung Söll hinauf, sondern gehen immer geradeaus in Richtung St. Josef am See. Ab und zu gibt der Wald einen tollen Blick zurück auf das Weindorf Tramin und einen Blick nach vorne zur Leuchtenburg, welche über dem Kalterer See thront, frei.

Dieser Teilabschnitt unerer Wanderung mündet wieder in Weinbergen. Jetzt müssen wir der asphaltierten Weinstraße (circa 50 m) folgen, bevor wir zuerst auf einem Schotterweg (Teil des Seerundweges) die von uns so genannte Campingkurve abkürzen und dann auf einem Gehsteig entlang der Kalterer See Straße bis zum Kirchlein St. Josef am See wandern können.

Hier können wir uns entscheiden, ob wir die Weinstraße überqueren wollen und rechts unterhalb des Kirchleins direkt zum Kalterer See spazieren möchten (Promenadenweg), um anschließend wieder hoch zum Ortskern von St. Josef am See gehen zu müssen oder ob wir den Kalterer See auslassen und direkt nach St. Josef am See weitergehen.

Alternative mit Besuch des Kalterer See (ist etwas länger!)

Höhenprofil und Details

Wir entscheiden uns für zweiteres damit die Tour nicht zu lang wird.

In St. Josef am See gibt es genügend übersichtliche Beschilderungen. Wir folgen der Beschilderung Rastenbachklamm (zuerst Nr. 10, anschließend Nr. 13 und Nr. 1), die uns zuerst über eine wenig befahrene asphaltierte Straße hoch führt, um dann in den Wald mit dem Steig zur Rastenbachklamm (Nr. 13) zu münden.

Nun beginnt der interessantestes Teil dieser Wanderung. Über den Waldsteig Nr. 13 und dann über Stiegen (Nr. 1) geht es durch die wild romantische Rastenbachklamm, welche sogar einen Wasserfall (kurzer Abstecher von circa 30 m) aufweisen kann. Es lohnt sich, immer wieder einen Blick zurück zum Kalterer See zu werfen, aber auch die Klamm selbst bieten allerlei Sehenswertes.

360° Rastenbachklamm

Die gut gesicherten Stiegen bringen uns hinauf bis nach Altenburg, wo wir wiederum einen Abstecher (circa 50 m) zur St. Peter Ruine (der vermutlich ältesten Ruine bzw. Kirche Tirols) machen. Anschließend geht es über eine Hängebrücke bis zum Kirchlein von Altenburg. 10 m vor dem Kirchlein befindet sich eine herrliche Aussichtstelle, die den Blick auf Kaltern, St. Josef am See mit dem Kalterer See und der darüber thronenden Leuchtenburg und im Hintergrund dem Weißhorn und dem Schwarzhorn freigibt.

Nach diesem Genuss für unseren Sehnerv wandern wir entlang der kaum befahrenen Altenburger Straße (Nr. 11) in Richtung Tramin / Gummererhof. Am Ende von Altenburg geht die Straße hinunter nach Tramin, wir wandern aber geradeaus leicht rechts in den Forstweg Nr. 4B hinein. Am Ende dieses Weges kommen wir auf eine asphaltierte Straße, der wir nur circa 200 m folgen. Nach einer Hofstelle biegen wir rechts ab (Weg Nr. 10) zum Gummererhof, der mitten in Wiesen und Weinbergen liegt.

Der Gummererhof ist ein Berggasthaus. Hier können wir gemütlich auf der sonnigen Terrasse speisen. Auf der Speisekarte finden wir Gerichte wie: Bauernomelette, Kaiserschmarrn, Spiegelei, Schlutzkrapfen, Knödel mit Gulasch und Nachspeisen wie Strudel, Bauernkrapfen und Buchweizentorte.

Nach dem Mittagessen können wir uns in einem der Liegestühle, welche für die Gäste bereit stehen, ausstrecken oder auf einer der Wiesen ausruhen.

Nach der Siesta treten wir unseren Rückweg an. Dieses Mal wählen wir die asphaltierte Straße zurück, die uns vorbei am Steinhof bis zu einer Kreuzung führt. Hier biegen wir rechts ab und gehen unterhalb des Steinhofes (Nr. 4A) in Richtung Zoggler Wiese und Graun weiter. Bei der Forststange befindet sich ein Brunnen, da können wir unsere Wasserflasche auffüllen bevor wir links abbiegen (nicht gerade aus) und über die Forststraße (10A) nach Tramin hinunter spazieren. Diese Forststraße endet nach circa 20 min und dann geht es auf einer asphaltierten, aber fast überhaupt nicht befahrenen Straße weiter durch Waldstücke, vorbei an einigen Hofstellen und Weinbergen bis zur Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal. Ab hier sind es nur noch 5 min bis zu unserem Ausgangspunkt.

Eckdaten der Tour:

Ausgangspunkt: Tramin
Gehzeit: circa 4,5 Stunden
Höhe: 300 m bis 210 m, dann rauf auf 730 m und zurück auf 300 m
Gelände: Weinberge, Wald, Nebenstraßen
Schwierigkeitsgrad: leicht, in der Rastenbachklamm Kinder an die Hand nehmen
Ausblick: Tramin, Kalterer See, Weißhorn, Schwarzhorn

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16 Gedanken zu „Rundwanderung Tramin – Kalterer See – Rastenbachklamm – Gummererhof“

  1. Eine sehr übersichtliche Seite. Ich werde die Tour heuer zu Ostern laufen und dann wieder berichten.

  2. @Jenny Tuletzki: Danke für Ihre Rückmeldung.
    Zum Laufen wird die Tour ganz schön anstrengend sein ;-) Freue mich schon auf Ihren Bericht.

  3. Mein Mann u. ich haben die Tour laut Ihrer Beschreibung gemacht. Wir haben entgegen Ihrer Angabe sieben Stunden gebraucht. Wenn man unsere kurzen Pausen abzieht, sind es noch immer sechseinhalb Stunden. Wir empfanden die Strecke teilweise recht schwierig. Wir sind gewohnt zu wandern, sind allerdings schon über sechzig.
    Wir haben es nicht bedauert diese Strecke gegangen zu sein, sie ist so schön wie beschrieben und wir haben es genossen. Einziger Wehrmutstropfen ist der Teil, den man kurz vor St. Joseph am See direkt an der viel befahrenen Straße nach Kaltern gehen muss bis man wieder hinauf gehen und die Lunge wieder gute Luft atmen kann. An der Kapelle gibt es keine Wandertafeln und der Weg geht nicht direkt gegenüber weiter. Wir sind beim Sonnleitenhof links hoch gegangen. Das sind mehrere hundert Meter an dieser verkehrsreichen Straße. Die Rastenbachklamm entschädigt für alle Mühen und den überaus steilen Felsweg zur Ruine St. Peter kann nur der wunderschöne Ausblick wieder vergessen machen. Den letzten Teil der Tour hinunter nach Tramin war nochmals anstrengend weil sehr steil. Wer Knieprobleme hat, wird deren noch mehr bekommen.
    Abschließend möchte ich sagen, dass es eine wunderschöne Wanderung war und wir diese jeden – mit guten Beinen bestückten – Urlauber wärmstens empfehlen können.
    Viele Grüße, wir kommen wieder. Jenny Tuletzki!

  4. @Jenny Tuletzki
    Zuerst muss ich mich für die späte Rückmeldung entschuldigen. Habe Ihren Kommentar leider erst jetzt gesehen.

    Vielen Dank für Ihren umfangreichen Kommentar. Jetzt verstehe ich erst was Sie mit “Laufen” meinten ;-) . In Deutschland sagt man zum Gehen auch Laufen; hatte ich bei meiner ersten Rückmeldung nicht verstanden.

    Die Dauer der Tour wird auch durch den Alpenverein Südtirols mit 4,5 Stunden angegeben. Ich habe nun extra das offizielle digitale Wandernetz Südtirols mit der entsprechenden Tour zusätzlich eingebunden (siehe zweite Karte: Alternative mit Besuch des Kalterer See). Wenn Sie da auf das Höhenprofil klicken sehen Sie die genauen Angaben der Tour (wobei diese alternative Tour etwas länger ist, weil Sie den Promenadenweg zum Kalterer See mit einschließt):

    Tourenlänge: 15490 m
    Höhenleistung Aufstieg: 712 m
    Höhenleistung Abstieg: 712 m
    Gehzeit Hinweg: 4 h 30 m
    Gehzeit Rückweg: 4 h 35 m

    Dabei bedeutet “Gehzeit Hinweg” die Dauer der Rundwanderung in einer Richtung und “Gehzeit Rückweg” wäre die Dauer der Rundwanderung wenn man sie in der anderen Richtung machen würde.

    Sie haben aber ganz recht! Wenn man die Tour etwas langsamer angeht, weil man die wunderschöne Landschaft betrachten möchte, dann verlängert sich die Dauer schnell.

    @Einziger Wehrmutstropfen … Straße …
    Auch da haben Sie recht. Die vom alpenverein Südtirols vorgeschlagene Wandertour führt über einen für den Verkehr gesperrten Promenadenweg zum Kalterer See hinunter (siehe zweite Karte). Leider muss man dann vom Kalterer See über die normale Straße wieder hoch zu St. Josef am See gehen.

    @steiler Weg
    Ja, an einigen wenigen Stellen ist der Weg etwas steil aber meiner Ansicht nach nicht gefährlich. Wenn man den Weg selbst so gut kennt, dann fällt das leider nicht mehr auf.

  5. Danke für die Rückmeldung. Es scheint doch einige Sprachschwierigkeiten zu geben zwischen Tirolern und Baden-Würtembergern. Mein Mann u. ich haben die Tour schön, dennoch für schwierig gehalten. Schwierig heißt bei uns nicht gleich gefährlich. Es würde mich sehr freuen, wenn auch andere Urlauber diesen Weg kommentieren würden und wie diese die Tour empfunden haben. Ich betone, dass wir sie wieder gehen würden, wüssten dann aber, was auf uns zukommt.
    Herzliche Grüße, auch an die Frau Mama vom Mandlhof.
    Jenny Tuletzki

  6. Die Grüße werde ich übermitteln. Vielen Dank.

    Hat mich gefreut Sie per Internet kennen gelernt zu haben. Persönlich sind wir uns ja nicht über den Weg gelaufen…

  7. Hallo, Dietmar!
    Ich bin Südtirol-Fan, immer auf der Suche nach neuen Wanderrouten und daher schon öfters auf deiner Website hier auf Besuch gewesen. Dickes Kompliment und weiter so! ;-) Auf meinem Naturfotografie-Blog, in dem ich ebenfalls Wander-Artikel schreibe, gibt es seit eben einen Link auf diesen Artikel hier – ich hoffe, du bist damit einverstanden (etwas Werbung kann nie schaden – falls doch, gib mir bitte Bescheid!).
    Liebe Grüße aus Vorarlberg,
    SiGa!

  8. Hallo SiGa,
    selbstverständlich habe ich nichts gegen einen eingehenden Link, ist für mich ja nur ein Vorteil. Ich habe mir deinen Naturfotografie-Blog angeschaut. Super toll! Aufgeräumt, herrliches Design, sehr gute Wanderbeschreibungen und atemberaubende Bilder. Ich werde öfters bei dir vorbeischauen. Hast einen Leser mehr!

  9. Hallo Dietmar,

    vielen Dank für deine toll beschriebenen Wanderrouten! Waren für über Allerheiligen für 2 Tage auf Kurzurlaub in Tramin und haben die Wanderung zur Rastenbachklamm unternommen. Da es tags zuvor noch geregnet hatte, war der Weg stellenweise ein wenig rutschig, aber atemberaubend schön! Leider hat es bei uns mit dem Frühaufstehen nicht so geklappt, daher mussten wir im letzten Teil auf den Gummererhof verzichten und direkt von Altenburg via Söll wieder nach Tramin absteigen. Schade dass die Tage schon so kurz sind – aber der nächste Trip nach Tramin wird länger und dann werden wir aus deinem reichhaltigen Sortiment noch ein paar Touren mehr erkunden.

    Viele Grüße aus dem Schwabenland
    Jürgen & Co

  10. Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir mein Sortiment an Wandertouren gefällt. Sicherlich werde ich bis zu deinem nächsten Trip nach Tramin / Südtirol noch mehr Wanderungen hier bereit stellen. Darum nicht vergessen den Urlaub Tramin zu verlängern ;-)

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