Archiv der Kategorie: 3.000er

Zum Piz Boè – Wandern in der Sellagruppe

Der Gipfel des Piz Boè auf über 3.000 m über dem Meeresspiegel.
Der Gipfel des Piz Boè auf über 3.000 m über dem Meeresspiegel.

Der pyramidenförmige Piz Poè, der höchste Gipfel der Sellagruppe, ist uns bei unseren zahlreichen Wanderungen immer wieder von der Ferne aufgefallen. Heute wollen wir näher ran und diesen aussichtsreichen, über 3.000 m hohen Dolomitengipfel, ausgehend vom Campolongopass, erwandern.

Über das Grödner Joch fahren wir ins Gadertal bis nach Covara hinunter, biegen dort rechts ab und fahren hinauf bis zum Passo Campolongo auf 1.875 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus werden wir jetzt knapp 1.300 Höhenmeter bis zum Gipfel hinauf wandern müssen.

Auf der italienischen Seite des Campolongo Passes sind die Hotels scheinbar geschlossen, so finden wir leicht einen Parkplatz. Um 8.40 Uhr starten wir – für heuer sicherlich das letzte Mal – einem 3.000er entgegen. Der Schotterweg „Via Savine“ ist extrem steil aber für einen Geländewagen befahrbar. Ich wundere mich etwas. Zu spät merken wir, dass wir nicht auf dem ursprünglich geplanten Wanderweg Nr. 638 unterwegs sind, sondern auf der Schotterstraße die zum Gasthaus Beć de Roces / Kaiserhütte hinauf führt. Ups und jetzt? Umkehren kommt natürlich nicht in Frage, irgendwie werden wir schon zum geplanten Steig zurück finden. Zum Piz Boè – Wandern in der Sellagruppe weiterlesen

Wandern im Vinschgau: Laaser Spitze (Orgelspitze 3000er)

Laaser Spitze auch Orgelspitze genannt
Laaser Spitze auch Orgelspitze genannt

Ein klein wenig habe ich ein schlechtes Gewissen. Den letzten Dreitausender, die Tofana di Mezzo, habe ich nämlich nur zur Hälfte erwandert. Für die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel hinauf, nahm ich damals die Hilfe der Seilbahn in Anspruch, darum will ich heute zum Wandern in den Stilfser Joch Nationalpark. Denn dort gibt es auch für unsereins (nicht-Kletterer, nicht-Gletschergeher) so manchen 3.000er, der auf Normalwegen bezwingbar ist. Die Orgelspitze, auch Laaser Spitz genannt, ist mit ihren 3.305 m Höhe eine dieser Bergspitzen.

Über Meran fahren wir in den Vinschgau hinauf, biegen bei Goldrain links ins Martelltal ein und folgen dem Straßenverlauf bis nach Martell. Während der Fahrt durch das Martelltal fällt der besten Ehefrau von allen sofort auf, dass hier sogar noch auf 1.000 m Meereshöhe Apfelbäume gedeihen. Ab 1.000 m ist dann aber auch hier Schluss mit dem Apfel, rund ums Dorf Martell sehen wir nur noch Erdbeer-Plantagen.

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Die Tofane – markante Dolomitengipfel westlich von Cortina d’Ampezzo

Tofana di Mezzo - Ra Valles
Tofana di Mezzo - Ra Valles

Dolomiten Urlaub, fünfter Ferientag. Einen Dreitausender möchte ich heuer schon noch gerne in meinem Wanderblog eintragen. Darum haben wir schon seit Tagen unsere Cortina d’Ampezzo Kompass Wanderkarte konsultiert. Das Dreigestirn der Tofane: Tofana di Rozes (3.225 m), Tofana di Mezzo (3.244 m) und Tofana di Dentro (3.238 m) würde mit jedem seiner Gipfel einen Dreitausender bieten. Leider sind auf unserer Wanderkarte sehr viele Klettersteige eingezeichnet, was die beste Ehefrau von allen zu einem absoluten Veto veranlasst.

Hmmm… was machen? Es führt zwar sowohl auf die Tofana di Rozes als auch die auf Tofana di Mezzo ein Normalweg rauf, aber ob die mit der immer stärker werdenden Höhenangst der besten Ehefrau von allen vereinbar sind, ist sehr fraglich. Die Tofane – markante Dolomitengipfel westlich von Cortina d’Ampezzo weiterlesen

Bergtour zum Becherhaus – wandern im Ridnauntal

Auf dem Dach der (unserer) Welt steht das Becherhaus. 3.195 m Meereshöhe, die höchst gelegene Schutzhütte Südtirols. Für jeden Südtiroler Wanderer eine Königstour, denn es gilt gute 1.800 Höhenmeter zu bezwingen, aufgeteilt auf eine Strecke von 13 Kilometern.

Becherhaus - jöchst gelegene Schutzhütte Südtirols
Becherhaus - höchst gelegene Schutzhütte Südtirols

Die meisten Becherhaus Besucher bestreiten am Samstag den Aufstieg, übernachten im Becherhaus (ital. Rifugio G. Biasi al Bicchiere) und treten am Sonntag den Abstieg an.

Die beste Ehefrau von allen wollte gestern arbeiten. Ich habe mir eine kurze Bergtour von Fennberg über den Sattelsteig zum Tresner Horn (Corno di Tres) gegönnt. Die Entscheidung, dass wir zur höchsten Schutzhütte Südtirols, zum Becherhaus, wollen ist erst gestern Abend um 22.30 gefallen.

Um 4 Uhr in der Früh sind wir aufgestanden, über die Brennerautobahn bis nach Sterzing gefahren, dort links ins Ridnauntal abgebogen und bis zum Talschluss, nach Maiern gefahren.

Gerade eben haben wir unser Auto direkt vor dem Bergbaumuseum Schneeberg abgestellt und nun stehen wir vor einem Wanderschild: 6 Stunden, 10 Minuten. Oha, irgendetwas scheint da mit meiner Planung nicht zu stimmen. Ich hatte nämlich laut trekking.suedtirol.info 4 Stunden ermittelt. Entweder ich habe bei der Planung einen falschen Startpunkt gesetzt oder die Rindnauner geben die Wanderzeit lieber etwas großzügig an… Wir hoffen natürlich letzteres…

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Zum Hasenohr (Hasenöhrl) dem östlichsten Dreitausender Gletscher des Ortlergebietes

Heute am 03.08.2008 – mitten im Hochsommer – nehmen wir uns einen Dreitausender und zwar einen echten Gletscher vor. Ja ich weiß, das klingt extrem ist es aber in Wirklichkeit nicht. Das Hasenöhrl (Hasenohr) ist der östlichste Gletscher des Ortlergebietes. Es erhebt sich als ebenmäßige Pyramide, ist an der Ost- und Nordseite noch vergletschert und kann im Sommer über einen Grat ohne weiteres ohne Eispickel und ohne Kletterausrüstung bestiegen werden. Das soll nun aber nicht heißen, dass man mit Turnschuhe und ohne Schwindelfreiheit und Trittsicherheit die Bergtour wagen sollte!

Zufällig hat der Traminer Alpenverein genau am gleichen Tag zur gleichen Bergtour aufgerufen. Da ich aber weiß, dass da „echte bergtourenerfahrene Männer“ dabei sind, deren Schritt nicht nur die beste Freundin von allen, sondern auch ich sicherlich nicht mithalten können, beschließen wir uns meiner Schwester mit ihrer Freundin anzuschließen. Beide „Mädels“ sind recht oft im Hochgebirge unterwegs, legen aber für uns ein mithaltbares Schritt-Tempo vor.

Gestern bei der Planung der Tour standen wir vor der Qual der Wahl, ob wir vom Vinschgau aus von der Latscher Alm (1.714 m) oder von der Tarscher Alm (1.939 m) oder lieber vom Ultental aus und zwar von der Kuppelwieser Alm (1.970 m) starten sollen. Da wir uns von der Kuppelwieser Alm einige Höhenmeter ersparen ist die Entscheidung klar.

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