Archiv der Kategorie: bis 500 Höhenmeter

Weinlehrpfad Girlan

„Die letzte Fuhre“ in Eppan/Girlan, das ist gelebte Tradition. Es geht natürlich um die letzte Traubenfuhre, die in einem Weinbottich per Fuhrwagen zum Girlaner Dorfplatz gebracht wird.

Hier wartet, neben zahlreichen Schaulustigen, auch ein traditioneller Saltner.

Der Saltner – Hüter der Weinberge

Der Saltner ist eine Figur aus Großvaters Zeiten. Damals waren in Südtirols Weinbergen öfters Diebe unterwegs. Darum hat man junge Burschen auserwählt die Weinberge zu bewachen. Die Burschen haben Ledergamaschen, lederne Bundhosen, einen bestickten, breiten Gurt, um den Hals Ketten mit Eberzähnen und Gebisse von Nagetieren getragen. Die Kopfbedeckung der Saltner war ganz besonders interessant: ein Hut mit Pfauen-, Spielhahnfedern und Fuchsschwänze. Als Waffe hat der Saltner einen hellebardenartigen Spieß benutzt.

Genauso ein Bursche steht jetzt auf dem Girlaner Dorfplatz. Leider hat man ihn zum lächelnden Fotomodel degradiert. Mir gefällt das gar nicht, obwohl Anna – trotz lächeln – schon ein Respekt vor dem bärtigen Wachmann hat. Mit etwas Geduld kann ich eine halbwegs stilgerechte Pose einfangen.

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Weinbergspaziergang Tramin

Gewürztraminer Trauben für den Spätlese Gewürztraminer der Kellerei Tramin „Roen“

Vom Urlaub auf dem Bauernhof – Mandlhof spazieren wir über den Höllentalbach zum Schloss Rechtenthal hinüber. Weiter geht es links vom Schloss, das mittlerweile eine Fortbildungsakademie ist, hinauf Richtung „Drei Häuser“. Wir schlendern durch die Weinberge hinunter zur Söller Straße, dann entlang derselben circa auf Höhe des Kolbenhofes. Vor der langen Geraden, die hinauf nach Söll führt, biegen wir rechts in die Weinberge hinein und peilen das kleine Wirtschaftshäuschen, das wir jeden Tag von unserem Küchenfester aus sehen an.

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Wanderung zum Rodenecker Almfest

Almkirchtag in Rodeneck, das bedeutet Feldmesse und anschließend Almfest. Da müssen wir hin!

Die Rodenecker Alm spannt sich auf 1.500 bis 2.200 m ü. d. M. über circa 20 km² vom Gemeindegebiet Rodeneck bis nach Lüsen. Wir waren schon im Jahre 2009 schon zwei­mal dort: Wanderung zur Rodenecker Alm und Almwanderung auf der Lüsner Alm. Damals ging es uns vor allem ums Wandern. Heute sind wir mit Kind und Kegel unterwegs und so zieht uns eher das Almfest, als eine ausgiebige Wandertour, an.

Zum Almfest

Bei der Pianer Kreuzkapelle auf der Rodenecker Alm warten Wanderer auf den Beginn der Messe

Wir dürfen bis kurz vor die Roner Hütte hochfahren. Ideal, so können wir nun gemütlich über den Almweg bis zu Pianer Kreuzkapelle wandern. Hier warten schon zahlreiche Wanderer auf den Beginn der Messe. Der Feiertag ist dem Heiligen Bartholomäus, dem Schutzpatron der Senner und Hirten, gewidmet. Obwohl die beste Mami von allen, normalerweise keine Messe auslässt, geht das heute nicht. Die Kleinen müssen in Bewegung bleiben.

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Baden im Göllersee in Aldein

Der Göllersee (früher auch Rotwandsee), ein kleiner Waldsee, circa 30 Gehminuten von Aldein entfernt, eignet sich im Hochsommer nicht nur als Wanderziel, sondern auch als Badesee.

Wanderung zum See

Von der Feuerwehrhalle Aldein wandern wir, vorbei an einer Kuhweide, zuerst den Mühlenweg entlang, biegen dann aber, noch vor dem Biotop Bigleidermoos, links ab. Zum Glück haben wir die Laufräder nicht mit. Der Waldweg ist hier her mit losen Faust großen Steinen durchsetzt. Wir wandern leicht abwärts.

zum Göllersee

Nach dem leichten Abstieg treffen wir auf den Wanderweg Nr. 17. Die Landschaft ändert sich. Der lichte Föhrenwald ist am Boden mit einem durchgehenden Heideteppich bedeckt. Nur auf dem Steigt blitzt der blanke, glatte Porphyrstein durch. Wir nehmen uns vor im Spätwinter, wenn das Heidekraut blüht, nochmals zu kommen.

Baden im See

Ocha, die Idee im Göller See zu schwimmen, hatten heute augenscheinlich sehr viele Badewillige. Vor allem Einheimische tummeln sich rund um den grünen See. Wir treffen das eine und andere bekannte Gesicht.

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Almfest in Afing

Almfest in Afing, da finden nicht viele „Landler“ hinauf. Aber wer, so wie wir, auf der Suche nach einem Almfest mit Feldmesse ist, der findet.

Haflinger Pferd
Haflinger Pferd

Vom Perkmann-Hof, der mit einer tollen Panoramasicht von den Dolomiten über das Südtiroler Unterland bis hin zum Mendelgebirge und den Salten aufwartet, geht es über den Güterweg „Perkmann-Traiden“ und zugleich Wandersteig Nr. 27 entlang. Zwei neugierige Haflinger Pferde versüßen den Kleinen den Weg. Es braucht nicht viel um Zweijährige zu begeistern.

Der Weg ist unspektakulär, der erste Teil mäßig steigend, der mittlere (Güterweg „Wieser – Samer“) recht flach, der letzte (Alm-Weg „Weifnerötz – Samer“) wieder mäßig steigen.

Almfest

Feldmesse auf dem Almfest in Afing

Wir kommen fast pünktlich bei den Schwarzegger Wiesen an. Die 10.30 Uhr Messe ist seit 5 min im Gange. Es sind unerwartet wenige Festbesucher anwesend. Der Großteil der Feldmessebesucher wird von den Veranstaltern gestellt. Das ändert sich im Laufe der Hl. Messe.

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Auf das Vigiljoch zur Gampl Alm

Die Gampl Alm auf dem Vigiljoch macht zurzeit in vielen Medien Werbung als Familienalm und verschickt sogar Gutscheine für eine Brettlmarende für 2 Personen. Die Werbung verfehlt ihre Wirkung nicht. Nachdem schon Schwesterherz begeistert von der Alm mit ihrem großen, gut ausgestatteten Kinderspielplatz und den Tiergehegen mit Ziegen, Schafe, Kälber, Schweine, Ponys, Gänse und Enten berichtet hat, bin ich nun auch neugierig geworden und habe die beste Mami von allen überredet als Ziel für den heutigen Familienausflug das Vigiljoch zu wählen.

Vigil Joch Seilbahn

Mit der Vigiljoch Seilbahn fahren wir mitsamt der beiden Kinderwägen in 8 min von 328 auf 1.486 m ü. d. Meeresspiegel hinauf. Die Vigiljoch Seilbahn ist Europas zweitälteste Schwebeseilbahn. Sie stürzt sich auf 4 Pfeiler aus Stahlbeton und befördert jährlich circa 90.000 Fahrgäste auf das beliebte autofreie Ausflugsziel Vigiljoch.

Um 10.45 Uhr steigen wir bei Bergstation der Vigiljochseilbahn aus. Das 5 Sterne Hotel Vigilius Mountain Resort – 100 m neben der Bergstation – wirbt zurecht mit dem Satz: „Kein Auto, kein Lärm, kein Stress. Einfach nur Stille und Natur.“

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Naturlehrpfad St. Pankraz

St. Pankraz im Ultental
St. Pankraz im Ultental

Am nördlichen Dorfeingang von St. Pankraz, neben dem Tourismusverein, haben wir das Auto abgestellt und spazieren jetzt hinauf auf den Dorfplatz. Der Gasthof „Weißes Rössl“ und die Pfarrkirche bestimmen das Aussehen des Dorfkerns des 1.500 Seelen Dorfes.

Rechts abgebogen wandern wir nun über den Widumanger zum Hotel St. Pankraz und weiter bis zum Einstieg in den Naturlehrpfad hinauf.

Beginn Naturlehrpfad

Der Naturlehrpfad führt uns zuerst über einen Lochweg bergauf und dann leicht abfallend zum Kirchbach hinein.

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Karrenweg & Ultner Talweg

Karrenweg

Von St. Waldburg führt ein alter Karrenweg hinunter zum Falschauer Bach. Wenn die Bauern mit Roß und Karren den Weg befahren haben, dann sollte das auch mit Annas Laufrad möglich sein.

Karrenweg in St. Walburg im Ultental
Karrenweg in St. Walburg im Ultental

Der Weg erweist sich im oberen Teil als wenig ursprünglich. Ich bin etwas enttäuscht. Ich hätte mir einen Weg wie einen Saumpfad vorgestellt. Der untere Teil ist schöner. Er führt entlang einer Wiese. Ein malerischer Holzzaun begleitet uns. Die nicht immer beste Mami von allen passt nicht auf und schon lenkt Anna ihr Laufrad durch eine Brennessel-Ansammlung.

Oha, jetzt wird es rund gehen! Entgegen meiner Erwartung kommen nur zwei, drei Graunzer „brennt, beißt!“, aber die befürchtete Sirene bleibt aus! Einem echten Tiroler Madl machen zwei, drei Brennessel nicht viel aus.

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Schwemmalm & Seeweg

In der Schwemmalm Kabinenumlaufbahn

„Aui afn Berg, obr nit zu Fuaß!“ Mit der Kabinenumlaufbahn geht es schneller. Die Schwemmalm Seilbahn bringt und ruckzuck die 2,8 km vom Stausee in Kuppelwies (1.150 m) zum Alm- und Wanderparadies Schwemmalm, auf 2.140 m ü. d. M. hinauf.

Wow, unten in Kuppelwies war es noch so richtig schwül-heiß, fast nicht zum Aushalten, hier oben herrschen angenehme frische Temperaturen; fast schon etwas zu wenig Sonne. Mächtige Wolken, die nicht so recht wissen wo sie hin sollen, hängen über den Ultner Bergen.

Egal wir wollen eh nicht weit. Schlimmstenfalls fahren wir einfach wieder runter. Seilbahn fahren macht auch Spaß. Vor allem wenn die Fahrt kostenlos ist. Wir haben in unserem Wanderhotel Waltershof die „Ultner Card“ erhalten. Dieselbe ermächtigt uns einmal pro Tag mit der Kabinenbahn Schwemmalm rauf und runter zu fahren. Toll!

Die beste Mami von allen ist zwar keine begeisterte Seilbahnfahrerin, aber sie wäre nicht die beste Mami von allen, wenn sie sich nicht, dem Nachwuchs zuliebe, überwinden würde.

Waldbrunnenweg

Von der Bergstation der Schwemm Alm Kabinenumlaufbahn bis zur Alm Außerschwemm sind es nur 10 Gehminuten. Zu kurz um einzukehren. Darum wandern wir – trotz Protest des Nachwuchses – über den Waldbrunnenweg weiter Richtung Innerschwemm Alm. Obwohl der Waldbrunnenweg Kinderwagen tauglich ist, haben wir das Gefährt nicht mit.  Anna hat über Mittag, als wir über den Höfeweg von Kuppelwies nach St. Nikolaus zurück gewandert sind, geschlafen. Jetzt sollte sie marschieren. Sollte, denn praktisch will das heute nicht so recht klappen.

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Ultner Höfeweg St. Nikolaus – Kuppelwies

Aufwachen im Ultental - Vitalpina Hotel Waltershof
Aufwachen im Ultental – Vitalpina Hotel Waltershof

Das Bett und das Schwimmbad des Vitalpina Hotel Waltershof haben wir bereits getestet und das Frühstück genossen. Nun wollen wir den Ultner Höfeweg in östlicher Richtung erkunden.

Vom Hotel in St. Nikolaus geht es vorbei an den „Schwienbach“ Höfen „Oberschwienbach“, „Unterschwienbach“, „Mitterschwienbach“ Richtung Kuppelwies. Es folgend die Höfe „Egghäusl“, „Innergraben“, „Mittergraber“, „Außergraber“. An Bauernhöfen mangelt es auf dem Höfeweg wahrlich nicht.

Nach dem Hof Außergraben verlassen wir die asphaltierte Straße und spazieren einen leicht abfallenden Wiesenweg hinunter. Er ist gerade noch so wenig steil, sodass Anna auf ihrem Laufrad bleiben darf. Der Grubbergbach muss gequert werden, es folgen die Höfe „Theisen“, „Trein“ und „Eben“.

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