Archiv der Kategorie: Vinschgau

Durch das Pfossental zur Stettiner Hütte

Gasthof Jägerrast - Vorderkaser - Pfossental
Gasthof Jägerrast – Vorderkaser – Pfossental

Das Pfossental ist das größte Seitental des Schnalstales. Es ist ein uriges, von Skipisten verschontes, Tal. Wer Ursprünglichkeit sucht, der ist hier goldrichtig. Wandertechnisch bietet das Tal einen Almerlebnisweg mit 4 Einkehrmöglichkeiten.

Wir sind bis über die enge Straße bis nach Vorderkaser gefahren, wo der Gasthof Jägerrast (1.693 m), das Ende der befahrenen Straße markiert und zugleich einen gebührenpflichtigen Parkplatz (sehr fairer Preis: 3 Euro inkl. 2 Euro Gutschein für Getränk) bietet.

Der Wanderer hat nicht die Qual der Wahl, es führt nämlich nur ein einziger Wanderweg, der Almerlebnisweg Pfossental in Innere des Tales hinein.

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Spaziergang vom Marteller Talschluss zur Zufallhütte

Zufallhütte

Die Fahrt vom Dorf Martell bis zum Marteller Talschluss ist länger als gedacht. Vorbei an Erdbeerfeldern – Martell ist bekannt für den Anbau der süßen Früchte und hat sogar eine Erdbeerkönigin, so wie wir eine Weinkönigin haben – und vorbei am Zufritt Stauseefahren wir bis zum Ende der Straße, wo wir einen gebührenpflichtigen Parkplatz vorfinden.

Ein breiter Wanderweg führt uns zuerst über Wurzeln, dann über Schotter und Erde in circa 40 m zur Zufallhütte hinauf. Scheinbar ein extrem beliebtes Ziel für Spaziergänger mit Familie.

Die Gletscherzungen der Zufallpitze bzw. des Cevedale reichen zwar nicht wie bei unserer letzten Wanderung auf dem Neves Höhenweg bis zu unserem Wanderweg herunter, trotzdem können wir auch hier das besondere Flair der Gletscherriesen erleben. Den Blick auf die Zufallspitze gerichtet, lassen wir uns einen Strudel und einen Kaffee schmecken. Hier vor der Zufallhütte ist es heute trotz der Nähe zum Gletscher regelrecht heiß.

Zufrittsee

Die beste Ehefrau von allen war anfangs nicht dafür, zusätzlich zur Orgelspitze Bergtour, noch den Talschluss Spaziergang zu unternehmen und hatte dies während des gemütlichen Aufstieges auch des Öfteren kritisch angemerkt. Jetzt, da wir vor der Zufallhütte in der prallen Sonne sitzen und den Gletscherblick auf Zufallspitze und Cevedale genießen, sind ihre Bedenken verflogen und ich kann sie sogar überreden, aus dem Spaziergang eine kleine Rundwanderung über ? zu machen. Wandern ist das falsche Wort, wir spazieren vielmehr gemütlich bis zur Plimamauer hinauf, wo wir einen viel besseren Blick auf die Zufallspitze (vorgelagerte, auf der Südtiroler Seite gelegene Spitze des Monte Cevedale) und den Cevedaleselbst haben.

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Wandern im Vinschgau: Laaser Spitze (Orgelspitze 3000er)

Laaser Spitze auch Orgelspitze genannt
Laaser Spitze auch Orgelspitze genannt

Ein klein wenig habe ich ein schlechtes Gewissen. Den letzten Dreitausender, die Tofana di Mezzo, habe ich nämlich nur zur Hälfte erwandert. Für die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel hinauf, nahm ich damals die Hilfe der Seilbahn in Anspruch, darum will ich heute zum Wandern in den Stilfser Joch Nationalpark. Denn dort gibt es auch für unsereins (nicht-Kletterer, nicht-Gletschergeher) so manchen 3.000er, der auf Normalwegen bezwingbar ist. Die Orgelspitze, auch Laaser Spitz genannt, ist mit ihren 3.305 m Höhe eine dieser Bergspitzen.

Über Meran fahren wir in den Vinschgau hinauf, biegen bei Goldrain links ins Martelltal ein und folgen dem Straßenverlauf bis nach Martell. Während der Fahrt durch das Martelltal fällt der besten Ehefrau von allen sofort auf, dass hier sogar noch auf 1.000 m Meereshöhe Apfelbäume gedeihen. Ab 1.000 m ist dann aber auch hier Schluss mit dem Apfel, rund ums Dorf Martell sehen wir nur noch Erdbeer-Plantagen.

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Bergtour St. Martin im Kofel – Vermoispitze

In St. Martin im Kofel über Latsch hat man einen herrlichen Blick auf das Martell Tal und die Gletscher der Ortlergruppe.
In St. Martin im Kofel über Latsch hat man einen herrlichen Blick auf das Martell Tal und die Gletscher der Ortlergruppe.

Das Martelltal soll zum Wandern recht schön sein. Was bietet sich an? Talschluss – Zufallhütte-Marteller Hütte. Hmmm… angesichts der Nähe zum Gletscher, der aktuellen Schneelage und der Null-Grad-Grenze unter 3.000 Metern könnte das für diese Jahreszeit noch etwas zu kalt sein. Nehmen wir lieber die andere Seite des Vinschgaus: den Sonnenberg. Das klingt schon viel wärmer. Die 2.929 m hohe Vermoi Spitze wird unser Ziel sein; sie soll laut BergwetterPrognose nur knapp über der heutigen Null-Grad Grenze liegen.

Bei der Bergstation der St. Martin im Kofel Seilbahn
Bei der Bergstation der St. Martin im Kofel Seilbahn

Von Latsch befördert uns die St. Martin im Kofel Seilbahn von 640 m ü.d.M. mit einem herrlichen Weitblick Richtung Vinschgau Westen und Vinschgau Osten bis auf 1.740 m ü.d.M. zum Weiler St. Martin im Kofel hinauf.
Herrliches Wetter, blauer Himmel nur ein paar kleine Quellwolken über den Gletschern des Ortlergebietes und ein freches, recht frisches Windchen begrüßen uns in St. Martin im Kofel.

Der Ausblick gegen Süden zum Marteller Hauptkamm ist, kurz gesagt, fantastisch. Von links nach rechts: die Gletscher Hasenöhrl (3.257 m), Veneziaspitze (3.386 m), Zufallspitze und Cevedale (mit 3.769 m der dritthöchste Berg des Ortlermassivs), weiter im Vordergrund der Gipfel der Laaser Spitze (3.305 m), auch Orgelspitze genannt.

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Wanderung / Spaziergang Tisens (St. Hippolyt Kirche) – Völlan – Lana (Brandiswaal)

25. April, Tag der Befreiung und Ende der faschistischen Diktatur in Italien. Was tun am Staatsfeiertag? Hinüber nach Auer zum beliebten Markusmarkt oder trotzdem lieber etwas für das körperliche und geistige Wohlgefühl tun?

Die Entscheidung ist zumindest für uns beide leicht. Wir ziehen einen schönen ausgedehnten Spaziergang durch die Flora Südtirols dem Trubel eines bekannten und schönen, aber schon häufiger erlebten Marktes vor. Das war vor einigen Jahren anders. Heute bedeutet wandern für uns beide Entspannung vom Alltagsstress, Südtirol mit Augen, Nasen und Ohren erleben und genießen und am Abend ein gutes Gefühl, etwas „getan“ zu haben.

Also wohin? Zu hoch hinaus geht noch nicht, wenn wir es angenehm warm haben wollen. So circa 700 Höhenmeter wären ideal. Schnell mal auf der Südtirol Karte schauen, wo wir noch nicht waren. Aha, Tisens und Völlan oberhalb von Lana, nicht weit weg von der Gampenpass-Straße, wäre nicht schlecht.

St. Hippolyt Kirchlein bei Tisens
St. Hippolyt Kirchlein bei Tisens

Also auf nach Tisens. Wir fahren über die Mebo nach Lana, weiter über die Gampenpassstraße, vorbei an der Abzweigung Völlan bis zur Abzweigung Tisens. Hundert Meter vor der Abzweigung könnten wir rechts auf einem Schotterparkplatz das Auto abstellen, aber wir fahren lieber bis nach Tisenes (links abbiegen) hinüber, um von dort unseren heutigen Spaziergang zu beginnen. Ich nenne diese Wanderung einfach mal Spaziergang, da nur circa 450 Höhenmeter vor uns liegen.

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Ils Waalweg und Sonnenpromenade in Schlanders – ein Frühjahresspaziergang am Sonnenberg im Vinschgau

Ostermontag, die Apfelblüte beherrscht unser wunderschönes Südtirol. Wir wollen heute nicht zu hoch hinauf, denn vom Schnee haben wir genug. Was bietet sich als Frühjahreswanderung bzw. Osterspaziergang an? Einer der wunderbaren, Lebensenergie ausstrahlenden, Waalwege natürlich! Waalwege sind ziemlich flach verlaufende Pfade entlang eines Waals, also eines meist oben offenen Wasserkanals oder -graben, der für die Bewässerung der darunter befindlichen Obstanlagen genutzt wird.

Ils-Waal mit Waalweg über Kortsch bei Schlanders
Ils-Waal mit Waalweg über Kortsch bei Schlanders

Recht viele sind zwar nicht mehr übrig geblieben von diesen interessanten Wasserverteilern. Die meisten findet man im Burggrafenamt und im Vinschgau. Nachdem wir am Samstag den Waalweg in Schenna bewandert hatten, wollen wir heute nach Schlanders um die Sonnenpromenade und den Ils-Waalweg zu bewandern.

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