Wanderung von St. Josef am See über den Barleiterweg nach Kaltern

Die letzten Apfelbaumblüten genießen und zugleich den Kleinen etwas Aktivität mit ihren Laufrädern ermöglichen. Am besten bei uns im Urlaubsparadies Süden Südtirols, wo es heute sommerlich warm, ja schon fast heiß ist. Die Kalterer See Runde würde sich anbieten, aber der Abwechslung wegen wollen wir lieber von St. Josef am See über den Barleiterweg nach Kaltern hinauf und dann über die Obstwiesen zurück zum See wandern.

Barleiter Weg – Wein Weg zwischen St. Josef am See und Kaltern

Wir treffen uns am Südufer des Sees – die beste Mami von allen ist nämlich direkt vom Mandlhof aus gestartet und hat den Kinderwagen bis zum See rein geschoben. Ich und der Schwager mit Anhang kommen mit dem Auto nach. So dürfen die Kleinen noch kurz den zahlreichen Fröschen lauschen, die sich hier in den Entwässerungsgräben zwischen den Apfelbaumfeldern auf Brautschau eingefunden haben.

Nun fahren wir bis zum Bärental hinauf (da beginnt der Barleiterweg) und laden die Mamis mit den Kleinen ab. Wir wollen nämlich ein Auto am Startpunkt des Barleiterweges und ein anderes am Kalterer See abstellen, sodass wir nicht eine geschlossene Rundwanderung machen müssen.

Das Parken direkt am Kalterer See erweist sich als unmögliches Unterfangen. Also muss das eine Auto zum Straßenrad an der Klughammer-Straße, unter der Kellerei Manincor, hinüber. Anschließend fahren wir mit dem zweiten unseren Familien hinterher.

Auf dem Barleiterweg

Auf einer Bank einige 100 m nach dem Beginn des Barleiterweges warten sie auf uns. Die Kleinen fragen nach den Bären? Welche Bären? Bärental = Bären, logisch oder? Oje, da hat uns die beste Mami von alles etwas eingebrockt. Bären gibt es im Bärental wahrscheinlich keine. Bärental ist ein Kalterer Riegelnamen (=alter Flurnamen), nicht mehr nicht weniger. Bleibt zu hoffen, dass Anna und Hannes das ganz schnell wieder vergessen.

Die Apfelbaumblüte ist schon beim Ausklingen. Dennoch stehen einzelne Apfelfelder noch in Blüte. Der Löwenzahn am Boden verleiht ihnen einige kräftige gelbe Farbkontrast. Schön. Es ist recht ruhig hier. Anders als unten am See. Ideal für Anna, Hannes und Lisa mit ihren Rädern. So können sie die asphaltierte Barleit-Feldstraße ohne Gegenverkehr richtig genießen.

Spazieren entlang der Apfel-Blüte ist Urlaub pur!

Ich möchte Anna dazu bewegen, eine mit Löwenzahn übersäte, Apfelbaumreihe hinauf zu fahren. Keine Chance! Der Drill der besten Mami von allen greift. „Do Zecken, do nit eini fohrn!“ Grummel, grummel… meine Überredungskünste kommen gegen mütterlichen Drill nicht an.

Wir passieren die Abzweigung zum Castel Ringberg, wandern aber gerade aus weiter. Ein leichter Anstieg muss bewältigt werden. Ein Pärchen kommt uns entgegen. Er auf einem Fahrrad, Sie auf einem Segway. Cool!

Kaltern ist in Sicht, die ersten Häuser beginnen. Vor uns sehen wir einen Kinderspielplatz. Ups, das wird nun schwieg. Wir vermutet kommen wir nicht ohne einzukehren daran vorbei. Das ist etwas ungünstig, da Anna nach Rutschen und Schaukeln meist keine Lust mehr zum Gehen oder Rad fahren hat.

Und so ist es. Nach dem 30 min Spielplatz-Intermezzo wird es recht aufwendig die Kleine zum Gehen oder Rad fahren zu bewegen.

Rückweg über den Wanderweg Kalterer See

Wir wandern einen asphaltierten Feldweg den Riegel „Panigl“ hinunter. Auf meiner digitalen Karte mündet der Weg kurz vor dem Dancing Club Weinstadl.

Ein schöner Weg mit Aussicht auf den südlich gelegenen Kalterer See. Doch die böse Überraschung folgt auf dem Fuße. Der Weg endet urplötzlich. Eine steile Weinbergböschung und ein privater Garten trennen uns vom Weinstadl und somit vom Anschluss zum öffentlichen Weg. Was tun? Den ganzen Weg zurück und riskieren, dass die Kleinen zu maulen beginnen? Oder doch lieber die Böschung runter und widerrechtlich schnell durch den privaten Garten huschen?

Wir entscheiden uns für Zweiteres. Jeder nimmt ein Kind in den Arm, kraxelt zuerst über eine Leiter, die der Bauer hier aufgrund der extremen Neigung angebracht hat, hinunter bis zum Privatgarten. Ich halte Ausschau nach dem Besitzer, denn ich habe mir bereits eine demütige Entschuldigung zurecht gelegt. Aber kein Besitzer weit und breit. So husche ich, mit Anna auf den Arm, schnell durch den Garten auf die öffentliche Straße hinaus. Meine Begleiter sind deutlich langsamer.

Alle haben es geschafft und wir stehen bereits auf öffentlichen Boden vor dem Dancing Club Weinstadl. Ein Blick zurück, da sehen wir eine Person mit roten T-Shirt aus dem Haus kommen. Hmm… peinlich, peinlich. Für eine Entschuldigung sind wir nun zu weit weg, wir müssten zurück laufen. Ich nehme mir fest vor das nächste Mal die Karte genauer zu studieren.

Die Bestrafung folgt. Wir müssen die Weinstraße überqueren und die heute stark befahrene Klughammerstraße hinunter wandern bis wir auf den ursprünglichen geplanten Wanderweg Kalterer See (Wanderbeschilderung Nr. 3) treffen. Mit Kinder, die mit ihrem Laufrad fahren wollen, eine befahrene Straße entlang marschieren das ist kein Spaß. Aber Strafe muss sein.

Unverhofft treffen wir auf Schafe

Nach wenigen Metern auf dem Wanderweg Kalterer See schmeißt es die Lisa über ihr Rad hinaus. Zum Glück nur eine klitzekleine Abschürfung. Nach weiteren wenigen Metern hört der Uwe plötzlich blöken. „Hearts dies?“ Wir drehen die Köpfe und was sehen unsere Augen. Eine Herde Zwergschafe! Die Kunderaugen beginnen zu leuchten, die Kinderfüße zu rennen. Wir haben Mühe Schritt zu halten. Der Abstecher zu den Schafen steht nicht zur Diskussion, er ist ohne Abstimmung fix gesetzt *g* Kinder und Tiere, das ist ein ganz besonderes Liebesverhältnis.

Die Schafe sind in ein großes Areal eingezäunt. Darin stehen vereinzelte, frisch angepflanzte, Apfelbäume. Selbstverständlich hat man die nochmals einzeln eingezäunt um deren Triebe von den fresswütigen Schafen zu schützen.

Zahlreiche frisch geborene Lämmlein laufen umher. Osterlämmer schießt es mir durch den Kopf. Ob die die kommenden Oster-Feiertage überleben werden? Ich weiß es nicht.

Nur schwer sind Anna, Hannes und Lisa von den Lämmlein zu trennen. Aber wir müssen weiter.

Links des Weges ein Graben. Ein Entenpaar vergnügt sich darin. Wieder eine Tier-Attraktion für die Kleinen. Wir haben es somit geschafft den Apfelblüten-Spaziergang in ein Tiererlebnis zu verwandeln. Super!

Unter dem Weingut Manincor endet unsere heutige Blütenwanderung. Der Uwe und ich fahren vorbei am  Castel Ringberg zum Barleitenweg hinauf und holen das zweite Auto um dann wiederum unsere Familien bei der Kellerei Manincor abzuholen.

So kommen wir rechtzeitig, genau nach Zeitplan, fürs Abendessen zu Hause im Mandlhof an.

Gps Track der Barleiten-Wanderung

(Achtung das Stück Barleiterweg-Weinstraße ist nicht zum Nachwandern geeignet, da es durch einen Privatgrund führt!)

Fotos Von St. Josef am See über den Barleiterweg nach Kaltern und zurück zur Kellerei Manincor

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